Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

SM88

Eine junge Frau, ungefähr 29 Jahre alt, kam zu mir in eine Heilsitzung.
Nennen wir sie hier einmal Julia.
Julia berichtete mir, dass sie unter starken Zwängen und Ängsten litt und das schon seit vielen Jahren. Sie erzählte mir weiter, dass sie, bevor sie schlafen ging, erst einige Rituale durchlaufen musste, bevor sie ins Bett gehen konnte. Sie schaute in jede Ecke ihres Zimmers, unter das Bett, in den Schrank und sie durchsuchte auch die anderen Räume. Erst wenn sie ganz sicher war, dass sich niemand dort versteckt hatte, traute sie sich ins Bett zu gehen.
Aber selbst, wenn sie nun wusste, dass wirklich niemand in ihren Räumlichkeiten versteckt war überfiel sie eine starke Angst. Manchmal steigerte es sich sogar zu richtigen Panikattacken und sie zitterte völlig eingeschüchtert unter ihrer Decke. An Schlaf war kaum zu denken. Irgendwann schlief sie dann endlich ein, aber der Stress vor jedem Einschlafen hinterließ tiefe seelische Spuren.

Bald entwickelte Julia Vermeidungsstrategien, um eine ruhige Nacht zu bekommen . Eine davon war zum Beispiel, dass sie sehr lange damit verbrachte ihre Zähne zu reinigen, damit sie das zu Bett gehen verzögerte. Eine andere Methode war, dass sie versuchte immer öfter bei Freunden zu übernachten oder einige ihrer Freunde übernachteten bei ihr zu Hause. Ihre dritte Strategie war, dass sie sehr an ihrem Freund klammerte und so oft wie nur möglich versuchte, mit ihm zusammen zu sein. Was die Beziehung mittlerweile schon belastete.

Aber immer klappte das natürlich auch nicht und sie musste auch mal allein schlafen. Julia versuchte eine Psychotherapie, aber in der Gesprächstherapie fand sie keine Erleichterung.

Sie hörte über einen Freund von mir und in ihrer Not wendete sie sich nun an mich. Einen Geistheiler. Normalerweise würde sie nicht zu so jemanden wie mir gehen, berichtete Julia weiter, aber weil ihr der Bekannte so viel Gutes über meine Arbeit berichtete, wollte sie es einfach mal ausprobieren. Ich lächelte, denn mir war klar, dass viele Leute Vorurteile Heilern gegenüber haben und oft erst in ihrer Not nach dem letzten Strohhalm greifen. Ich nahm es aber nicht persönlich, denn ich konnte es nur allzu gut nachvollziehen; es gab mal eine Zeit, wo auch ich geistiges Heilen als völligen Blödsinn abgetan habe. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich fragte Julia, was dann Schlimmes passieren könnte, wenn sie vor dem Schlafen gehen nicht alles durchsuchen würde und wann sie denn zum allersten Mal diese Ängste verspürt hatte.

Sie antwortete, dass dort jemand sein könnte, der ihr etwas Schlimmes antun wollte. Vielleicht so etwas wie der schwarze Mann. Wann genau es angefangen hatte konnte sie mir nicht sagen, aber es muss so Anfang der Pubertät begonnen haben.

Da Ängste solcher Art nicht einfach aus dem Nichts erscheinen und immer eine Ursache haben, fragte ich weiter, ob sie als Kind eventuell etwas Schlimmes erlebt hätte?

„Ja“, sagte sie, „da war mal etwas, was mich bis heute nicht so richtig loslässt.“ Dann berichtete Julia mir weiter, dass sie als junges Mädchen mit einer Schulkameradin auf dem Weg nach Hause war und sie plötzlich von einem Jugendlichen von hinten mit einem Fahrrad geschnitten wurde. Der junge Mann wendete, fuhr zurück und schubste Julia in ein Gebüsch, dann stürzte er sich auf sie und begrapschte sie.

Die Schulkameradin floh und rief laut um Hilfe. Julia wehrte sich heftig und der Junge ließ von ihr ab und flüchtete auf dem Fahrrad. Julia konnte sich gut an den Vorfall erinnern und berichtete weiter, dass ihre Mutter kam und die Polizei informiert wurde. Der Junge wurde aber nie ermittelt und das Leben ging normal weiter. Den Jungen hat sie nie wieder gesehen.

Ich fragte Julia, ob ihre Mutter oder ihre Eltern denn über den Vorfall mit ihr gesprochen hätten und sie sagte, dass das Ganze nicht aufgebauscht werden sollte und niemand mit ihr darüber gesprochen hätte.

Ich zählte eins und eins zusammen und ich verstand nun, warum Julia so viele Jahre später unter solchen Ängsten und Zwangshandlungen litt.

Wir begangen mit der Heilung und ich stellte mich neben Julia, um sie in mein Energiefeld aufzunehmen. Gleichzeitig sprach ich einige Worte, um ihr Bewusstsein herunterzufahren, damit ihr Unterbewusstsein die Regie übernehmen konnte. Wenig später erlebte Julia den Vorfall noch einmal, diesmal aber in einen geschützten Rahmen, mit der Möglichkeit, sich von dem damals erlebten Schock selbst zu befreien.

Julias Körper bewegte sich hin und her und einige Tränen liefen über ihr Gesicht. Ich fragte sie, was sie wahrnehmen würde und sie berichtete, dass sich die ganze Szene nochmal in ihrem Geiste abspielen würde. Sie berichtete den Vorfall nun detaillierter und ich munterte sie dabei auf, den ganzen Schock nun gehen zu lassen. (dazu arbeite mit einer bestimmten Technik, die ich hier jetzt nicht im Detail darstellen werde. Ich biete aber Seminare an, wo man diese spezielle Arbeit erlernen kann)

Julias Körper bog und schüttelt sich und sie weinte jetzt sehr stark. Ein Zeichen dafür, dass sich der Schock löste. Das Trauma schüttelte sich förmlich aus Julias Körper. Ich begleitete und unterstützte Julia dabei mit sanften Worten bis die erste Woge des Schocks vorüber war. Eine zweite folgte, diese aber nicht mehr so stark wie die erste und auch hier wartete ich einfach ab, bis es vorüber war. Dann huschte ein Lächeln über Julias Gesicht und ihr Körper stabilisierte und beruhigt sich.

Ich fragte Julia wie es ihr jetzt ginge. „Viel besser. Ich bin richtig erleichtert“, war ihre Antwort. Anschließend gab ich Julia die Möglichkeit, ihren Frieden mit diesem Täter zu machen und ihm auf der mentalen Ebene all den Schmerz, der ihr von ihm zugefügt wurde zurück zu geben. Dadurch löste Julia alle Schuldgefühle und Ängste auf, die sie so lange Jahre seit diesem Vorfall mit sich herum getragen hatte. Mental nahm sie zum Schluss noch die kleine Julia in ihre Arme und nahm sie mit in ihrem Herzen, aus der Vergangenheit, hierher ins Jetzt. In die Gegenwart.

Wir beendeten die Heilung und besprachen das grade Erlebte. Ich erklärte Julia, dass sie durch diesen Vorfall ein Trauma erlitten hatte. Dadurch, dass sie damals den Schock nicht ausschütteln konnte und auch keinen Ansprechpartner hatte, also darüber nicht reden konnte, hat sich der erlittene Schock in ihrem Unterbewussten festgesetzt.

Sobald die Pubertät einsetzt, kann so ein verborgenes Trauma reaktiviert werden, das zunächst durch eine Schutzfunktion ins Unbewusste verdrängt wurde, um die akute Situation heil überstehen zu können. Ganz genau so, wie es in ihrem Fall passiert war. Julias Unterbewusstes sendete dann diese Ängste, die eigentlich aus der Vergangenheit stammten, da das Unterbewusste keine Zeiten kennt. Für das Unbewusste ist alles JETZT. Es handelte sich also nicht um reale Ängste, sondern das Unterbewusste erinnerte praktisch an bereits stattgefundene Ängste aus der Vergangenheit. Als würde das Unterbewusste sagen wollen: „ Pass auf, das darf dir nicht nochmal passieren! Sei auf der Hut!“ Ich erklärte Julia weiter, dass sie ähnliche Symptome produzierte, die der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sehr nahe kommen. Ein traumatisierter Kriegsveteran sieht auch oft hinter jedem Busch einen Gegner, obwohl sein letzter Kampfeinsatz schon viele Jahre her ist und er schon längst wieder in seinem Heimatland zurückgekehrt ist. Auch hier ist das Unterbewusste des ehemaligen Soldaten immer noch in der Vergangenheit gefangen und sendet die falschen Gefühle aus, damit sich solch ein Vorfall (z.B. ein Angriff von feindlichen Soldaten aus dem Hinterhalt) nicht wiederholen kann.

Julias Symptome traten interessanterweise meist erst vor dem Schlafen gehen auf. Der damalige Überfall geschah aber am helllichten Tag auf der Straße.

Ich kann mir das nur so erklären:

Im Schlaf / Schlafzimmer fühlen wir uns in der Regel geborgen, aber auch verletzlicher als tagsüber im Alltag. Hier sind wir seelisch völlig „nackt“ und angreifbar. Als Kinder sind wir auch relativ hilflos, wenn wir angegriffen werden. Vielleicht war das der Grund dafür, warum die Probleme immer dann auftraten, wenn Julia schlafen gehen wollte.

In der Heilsitzung konnte Julia diese alte Traumatisierung nun in einem geschützten Rahmen aus ihrem Unterbewussten lösen und sich durch meine Unterstützung selbst davon befreien / heilen.

Ich bat Julia, mich eine Woche später anzurufen um mir zu berichten, wie es ihr ergangen war. Als sie sich meldete, merkte ich schon an ihrer Stimme, dass alles in Ordnung war. „ Ich bin überglücklich, Marco. Ich habe keine Angst mehr und schlafe wie ein Baby sofort ein. Obwohl ich allein bin. Ich muss keine Rituale mehr durchlaufen oder zuerst meine Wohnung nach dem vermeintlichen schwarzen Mann durchsuchen. Das ist so ein großartiges Gefühl für mich, endlich frei leben zu können. Vielen lieben Dank!“

Bis heute ist Julia angstfrei.

Copyright by Marco Hennings Geistheiler & Reiki Lehrer in Hamburg

Kontakt:  Geistiges Heilen in Hamburg

Die Menschen, die aus ihrem Leben etwas machen, sind auch die, die lachen!

Es gibt eine wichtige Regel auf dem Wege der Spiritualität und die lautet: Nimm nichts zu Ernst, den mit der Ernsthaftigkeit ist es so eine Sache. Mir ist klar, dass diese Regel bei einigen Unbehagen auslösen kann, denn in unserer modernen Gesellschaft ist das zur Schau stellen puren Glücklichsein verpönt.

Die ernsten Menschen sind in der Regel in der Mehrheit und sie bestimmen was richtig ist und was falsch ist. Ernste Menschen behaupten zum Beispiel, dass Ernsthaftigkeit ein Zeugnis von Reife sei. Weiterhin wird uns vermittelt, dass Ernsthaftigkeit gleichbedeutend sei mit Autorität, Effektivität, Professionalität oder Kompetenz. Ernsthaftigkeit sei ein erstrebenswerter Zustand, ein Zustand, der nicht hoch genug gehalten werden kann, ja praktisch eine Verpflichtung die absolut lebensnotwendig sei. Was für ein bedauernswerter Unsinn!

Ich kann mich nicht an einen Moment meines Lebens erinnern, in dem Ernsthaftigkeit einen Wert dargestellt hätte. Im Gegenteil. Ich habe die Ernsthaftigkeit in Perfektion gelebt und es hat mir nie etwas eingebracht. Diese Phase meines Lebens war definitiv die dunkelste und traurigste von allen. Wenn du die Ernsthaftigkeit bewusst betrachtest, wirst auch du feststellen, dass sie ein krankheitsorientiertes, zerstörerisches Verhalten ist.

Es ist mir ein Rätsel warum Arbeitgeber dazu neigen, von ihren Angestellten Ernsthaftigkeit zu verlangen, als ob gerade das ein Indiz für Produktivität und Kompetenz wäre. In Wahrheit produziert Ernsthaftigkeit nämlich Stagnation und Lethargie und dadurch sinkt die Produktivität. Unsere Psychologen bestätigen das doch schon seit langem. Menschen lernen schneller, behalten mehr, sind produktiver und schöpferischer, wenn sie gut aufgelegt sind. Sollte das nicht ein erstrebenswerter Zustand sein vor allem für Arbeitgeber? Also ich finde schon. Die Ernsthaften benehmen sich unbewusst ähnlich wie die grauen Männer aus dem Buch von Michel Endes Momo die den Menschen die Zeit stehlen. Die Ernsthaften stehlen auch uns die Zeit und zwar die Zeit unseres kostbaren Glücklichsein. Diese Zeit des Glücks kann uns später niemand mehr zurück geben. Also gibt dein Selbstbild von einem vernünftigen, rationalen, gefestigten Erwachsenen fröhlich auf. Sei unbesorgt, du wirst kindlich, nicht kindisch. Sei wieder verspielt wie du es einmal warst. Verspieltheit bedeutet sich dem bewussten, gesunden, kreativen, kindlichen Zustand zu überantworten. Ohne ernst zu sein, bist du aufrichtig, lebendig und bereit, alles zu sein. Du darfst fröhlich sein. Es ist dein Geburtsrecht.

Also Lache soviel wie du nur kannst. Ein Tag ohne wenigstens einmal gelacht zu haben, ist ein wirklich verschwendeter Tag. Wenn du lachst, werden in deinem Gehirn Beta- Endorphine ausgeschüttet, ähnlich denen, die produziert werden, wenn du Sport treibst oder wenn du Sex hast. Diese Endorphine lassen dich entspannen und die Energien durch deinen Körper strömen. Du wirst offener werden. Du öffnest dich für Gedanken, für den nicht versteh baren kollektiven Verstand und für die Kreativität, die dieser geistigen Verfassung innewohnt.
Beim Lachen verschwinden für einige Zeit alle deine Probleme und Gedanken. Lachen und die Abwesenheit von Gedanken sind untrennbare spirituelle Attribute.
Wenn du deinen Sinn für Humor entwickelst, werden deine Beziehungen spielerischer, spontaner und lebendiger.
Sinn für Humor ist ein geistiger Zustand, in dem du mit Menschen aufrecht sein kannst, ohne sie zu verletzen. Sinn für Humor bedeutet auch über sich selbst lachen zu können und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Humorvolle Leute erzeugen eine Aura in der sich andere Menschen wohl und sicher fühlen dürfen. Humorvolle Menschen besitzen eine wundervolle Anziehungskraft.

Menschen die sich stattdessen über andere Lustig machen erzeugen eine Aura der Erniedrigung. Solche Menschen versuchen ihre eigene Unzulänglichkeiten zu überspielen und stellen sich damit ein geistiges Armutszeugnis aus. Ein wirklich Humorvoller Mensch achtet immer die Grenzen des anderen.
Beim unkontrollierten Lachen vibriert jede Zelle deines Körpers. Diese Art des Lachens bringt dich in einen Zustand tiefer Entspannung und Zufriedenheit. Lachen ist heilende Energie. Sie strömt aus deinem tiefsten Innern an die Oberfläche, um mit anderen geteilt zu werden. Echtes Lachen ist ansteckend. Auch seine heilende Wirkung ist ansteckend. Wenn du mit einem anderen Lachen kannst, gibt es nichts, was ihr beide nicht überwinden könnt. Wenn du lachst bringst du die Liebe, die du bist, zum wahren, authentischen Ausdruck.

Ich habe bei meiner Arbeit oft mit traumatisierten Menschen zu tun. Und oft gehen diese bei einer Heilsitzung noch einmal durch ihre traumatische Situation. Worauf ich hinaus will ist, dass obwohl der Mensch gerade noch mal sein Trauma durchlebt hat, er am Ende der Sitzung anfängt zu lachen. Manche lachen sogar fast hysterisch. Sobald die Traurigkeit, der Kummer oder der Zorn an die Oberfläche gekommen sind, zeigen sich auch die positiven Gefühle, die vorher noch durch das Trauma gedeckelt wurden. Sobald mein Klient anfängt zu Lachen, weiß ich, dass die Heilsitzung erfolgreich war. Es wundert mich also nicht, dass Lach Yoga Kurse immer beliebter werden und einen großen Zulauf verzeichnen. Lachen ist eben der größte Heiler!

Marco Hennings

Der unsichtbare Bruder

Einer der Gründe, warum ich immer wieder darauf Hinweise weshalb man bei Erkrankungen nicht nur auf die Symptome, sondern vor allem die Ursache für die Krankheit oder des Problems herausfinden sollte, beschreibt mein nächstes Fallbeispiel.

Bei einem meiner Reiki Seminare zum 1.Reiki Grad machte sich bei einer meiner Teilnehmerinnen ein Trauma bemerkbar. Die Aufgabe bestand darin die gerade erlernten Reiki Positionen mit anderen Teilnehmern im Sitzen zu üben. Alle Schüler, bis auf die eine, hatten dabei positive und entspannende Gefühle. Birte ( Name geändert ) hatte folgendes Problem: Sobald der Reiki- Gebende in die Nähe ihres Hals- Chakras kam, verspannte sich ihr Nacken. Außerdem hatte sie das Gefühl, als würde sie einen dicken Kloß im Hals haben der ihr die Luft abdrückt. Des weiteren bekam sie Angst und Panik Gefühle und sie konnte die Tränen kaum zurückhalten. Erst als der Reiki- Gebende Schüler beim Sakral- Chakra angekommen war, beruhigte sich Birte wieder etwas. Alles in allem keine besonders schöne Erfahrung für sie.

Meine Schüler fragten mich natürlich was hier schiefgelaufen war. „Nichts“, antworte ich. „Reiki erfüllt nur seine Aufgabe. Nämlich zu heilen.“

Erstaunte Gesichter schauten mich an. „Aber Marco, Birte geht es nicht besser,“ wandten meine Schüler ein. Birte schluchzte leise vor sich hin. „Das stimmt“, erwiderte ich, „die Reiki Energie hat durch ihre entspannende Wirkung ein altes Trauma geweckt. Es handelt sich hier also um alte Gefühle, die durch die Reiki- Arbeit verstärkt zu Tage traten. Meist liegen diese unmittelbar unter der Oberfläche und werden nur durch ein, sich wehrendes Bewusstsein, in Schach gehalten. Doch in dem, durch die Reiki- Behandlung ausgelösten meditativen Zustand, wird die Schranke geöffnet, und die Gefühle brechen heraus.“

Ich wandte mich an Birte. „Hast du diese Verspannungen auch so im Alltag?“
„Oh, ja sehr oft“, erwiderte sie. „Auch das mit dem Kloß im Hals. Ich bin Sängerin und oft bekomme ich diese Gefühle dann bei einem Auftritt, was äußerst hinderlich ist.“

„Wie lange hast du diese Gefühle schon?“ fragte ich weiter.
„Ich glaube schon immer. Jedenfalls kommt es mir so vor.“

„Wie war deine Geburt?“
Birte antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Die Geburt meiner Tochter verlief ohne Komplikationen. Obwohl ich etwas Angst hatte das ihr etwas passieren könnte.“
„ Nein, ich meinte eigentlich, wie deine Geburt war.“ sagte ich um dann hinzuzufügen: „Was meinst du damit, dass du Angst hattest, dass deiner Tochter bei der Geburt etwas passieren könnte?“

„Nun, eigentlich müsste ich einen anderthalb Jahre älteren Bruder haben. Er ist aber bei der Geburt verstorben. Es gab Komplikationen und die Nabelschnur hatte sich dabei um seinen Hals gelegt. Meine Mutter hatte große Angst, dass auch mir so was passieren könnte. Und als ich dann schwanger war, hatte ich auch Angst vor so was.“

Nun war mir alles klar. Ich fragte Birte, ob ich ihr helfen sollte sie von diesen Gefühlen zu befreien.
„Das wäre schön.“ antworte sie.

Ich setzte mich zu ihr und ließ mit Hilfe meiner speziellen Heilmethode, meine Heil-Energie in sie hinein fließen, um sie in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen. Nach einigen Minuten begann Birte wieder leicht zu weinen. Ich bat Birtes Unterbewusstsein ihr die eigentliche Ursache ihres Problems zu zeigen.

Nach einiger Zeit sah sie ein Bild wo sie zwei Babys mit einer Nabelschnur verbunden sah. Sie erkannte sich selbst und ihren verstorbenen Bruder in diesem Bild. Daraufhin bat ich sie, in die Geschichte ihres Bruders zu gehen. Augenblicklich ging sie unter Tränen in die Geburtsphase ihres Bruders und erlebte seinen Sterbeprozess am eigenen Leib. Sie spürte all die Angst und den Schmerz, den ihr Bruder erleben musste.
Danach fragte ich sie was sie jetzt sehen würde. Birte lächelte und sagte ihr Bruder strahlt und leuchtet förmlich. Ich bat sie ihm in die Arme zu nehmen und ihm all den Trost zu geben, den er damals nicht bekam. Birte ließ sich nicht zweimal dazu auffordern. Sie nahm ihn in ihre Arme und gab ihm all ihre Liebe. Dann sagte sie ihm, dass es jetzt vorbei ist und das er gehen könne. „Von jetzt an bist du frei“. Dann ließ sie ihn gehen.

Als ich Birte in diese Realität zurück holte, bat ich sie ihren Kopf und Nacken zu Bewegen. Sie tat dies ohne irgendwelche Beschwerden. Birte strahlte mich an: „Es ist weg, Marco!“

Wir versammelten uns alle um Birte und meine Schüler fragten mich, was denn nun genau passiert war.

Die Energie des Sterbeprozesses von Birtes Bruder hatte sich nach der missglückten Geburt weiterhin in der Gebärmutter aufgehalten. Als Birte dann den Platz in der Gebärmutter bekommen hatte, um ihren eigenen kleinen Körper zu erschaffen, verband sich diese alte Energie mit all dieser Angst und den Gefühlen, die ihr Bruder beim Sterbeprozess hatte mit Birtes Lebensenergie. Verstärkt wurde das Ganze dann auch noch durch die Angst besetzten Gedanken ihrer Mutter.

Es handelte sich also nicht um Birtes Gefühle, sondern um die ihres Bruders. Als Birte diesen Umstand in der Heilsitzung begriff, konnte sie diese Energien bewusst loslassen und sich selbst von dem Problem befreien. Die Nabelschnur, die beide Babys miteinander verband war nur eine Metapher von Birtes Unterbewussten. Es sollte nur auf die energetische Verbindung der beiden aufmerksam machen.

„Aha“, sagten meine Schüler,“ und was sollen wir tun, falls wir später selbst bei unseren Reiki- Klienten so ein Trauma wecken?“

„Nun, das wird natürlich nicht bei jeden Klienten passieren, aber falls ihr doch einmal in solch eine Situation kommen solltet, dann tut ihr folgendes…“

Falls du, lieber Leser, nun auch wissen möchtest wie du dich in solch einer Situation verhalten solltest, dann kann ich dir nur ans Herz legen eines meiner Seminare zu besuchen, um meine wunderbare Methode des geistigen Heilens selbst zu erlernen.

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Marco Hennings

Geistiges Heilen selbst erlernen? Kontakt @ Geistiges Heilen in Hamburg

Permanente Traurigkeit

Eine Klientin erzählte mir, dass ihr ein Therapeut gesagt hätte, dass es normal wäre wenn sie eine latente Traurigkeit verspüren würde. Es gäbe solche und solche Menschen und sowas wäre nicht ungewöhnlich und man soll das auch nicht überbewerten. Meine Klientin fand sich mit dieser Aussage ab und dachte von da an, dass ihre Traurigkeit etwas völlig normales wäre. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die Erklärung dieses Therapeuten doch sehr überraschte und ich selten so einen Unsinn gehört habe. Es ist keineswegs „normal“ wenn man jeden Tag traurig ist.

Niemand ist auf natürliche Weise unglücklich. Kein Mensch ist durch seine Gene darauf programmiert, täglich traurig zu sein. Hinter solch einer latenten Traurigkeit finden wir immer verdeckte, oft vergessene Gefühle von Kummer, Wut oder Schuld aus einer anderen Zeit. Wenn wir die Geschichte dieser Frau betrachten, dann wird selbst dem Laien schnell klar, warum sie eine solche Traurigkeit verspürte. Bis zu ihrem 7 Lebensjahr hatte sie eine schöne Kindheit. Sie hatte eine tolle Familie die aus Vater, Mutter und einer älteren Schwester bestand. Als aber ihre Mutter, die sie über alles liebte, an Krebs erkrankte, veränderte sich alles. Alle hatten Angst um sie und eines Tages, als alle dachte, das schlimmste wäre überstanden und der Krebs wäre besiegt, da wurde sie durch ein Autounfall aus dem Leben gerissen. Ein wirklich schweres Trauma für die zurückgebliebenen Familienmitglieder.

Die ältere Schwester musste sogar mit ansehen, wie die Mutter vor ihren Augen von dem Auto erfasst wurde und am Unfallort verstarb. Ihr Vater wurde nach dem Tot seiner Frau zu einem Tyrannen und trieb seine Kinder aus dem Haus. Die Geschwister konnten danach keine Verbindung zueinander aufbauen und hatten lange Schwierigkeiten liebevolle Beziehungen zu führen. Schuld und Verlustgefühle bestimmten ihr Leben.

Man muss verstehen, dass unser Unterbewusstsein viel Energie aufwenden muss um solche Emotionen eines Traumas zu Unterdrücken. Es kann sich dabei aber nicht nur auf die Wut oder den Kummer beschränken. Jegliche positiven Gefühle werden dann meist genauso unterdrückt. Was dann übrig bleibt ist eine latente, undefinierbare Traurigkeit.
Hilft man einem solchen Menschen nun, z.B. mit meiner wunderbaren Methode des geistigen Heilens, die Ursache seiner Gefühle aufzudecken, dann bekommt er damit die Möglichkeit sich selbst von der Wut, der Angst oder den Schuldgefühlen zu befreien und zu heilen. Manchmal höre ich von Klienten, dass sie Jahre lang Therapie gemacht haben aber ohne die gewünschten Ergebnisse.

Nun das liegt oft daran, dass der Erwachsene ja nicht das Problem hatte sondern das Kind was er einmal war. Also helfe ich dem Erwachsenen einen Zugang zu seinem inneren, verletzten Kind zu bekommen. Hat der Erwachsene erst einmal einen solchen Zugang zu seinem Innern Kind hergestellt, dann bekommt er auch einen Zugang zu seinem Trauma und somit auch die Möglichkeit, unter der richtigen und liebevollen Anleitung, sich selbst zu heilen.

Copyright Marco Hennings

Der Rettungshubschrauber

Nach Unfällen leiden viele Menschen Monate- oder sogar jahrelang unter Schmerzen, selbst wenn es keine offensichtliche Ursache für den Schmerz gibt.
Dennoch hat der Schmerz viele Gründe. In erster Linie, und das wird oft übersehen, wäre ein fortdauernder Schockzustand an zuführen. Ein durch einen Unfall verursachter Schock kann Monate- und manchmal sogar jahrelang andauern. Geistiges Heilen ermöglicht eine Freisetzung der Schockenergie und ebnet somit den Weg zur Gesundung.

Erschöpfungszustände und Burnout gehören leider mehr und mehr in unser Alltagsbild. Alles um uns herum wird immer schneller und damit erhöht sich auch der Verbrauch unser körpereigenen, energetischen Reserven. Tragen wir zusätzlich, ohne unser Wissen, ein Trauma in uns, das im Unterbewussten gedeckelt wird, kostet uns das zusätzlich Energie und im schlimmsten Fall werden wir krank.

Es passiert selten, dass man ein Trauma mit den Symptomen von Energielosigkeit in Verbindung bringt. Meist wird Stress oder eine ungesunde Lebensweise dafür verantwortlich gemacht. Oberflächlich betrachtet liegt das natürlich auch nahe. Eins spielt hier aber zum anderen und es ist sehr wichtig bei Problemen, wie zum Beispiel Burnout, Depressionen, oder auch allgemeiner Energielosigkeit, nach den Ursachen zu forschen und diese ebenfalls aufzudecken.

Im nächsten Fallbeispiel geht es um Lena ( Name wie immer geändert ), 32 Jahre alt. Lena bat mich um eine Reiki- Sitzung. Sie erklärte mir, dass sie sich in letzter Zeit oft schlapp und energielos fühle und das sie Schwierigkeiten mit dem einschlafen und durch schlafen hätte. Sie gab ihrem Lebensstil die Schuld dafür, da sie viel arbeitete und dadurch viel Stress hatte.

Wir begangen mit der Reiki- Sitzung und als ich meine Hände über ihren Bauch und über den Brustbereich hielt, klagte sie über leichte Schmerzen an diesen Punkten. Später fragte sie mich, warum sie dort Schmerzen verspürt habe. Ich antwortete ihr, dass es sich um ein „Echo“ aus einer anderen Zeit handele. Ich fragte sie, ob sie in der Vergangenheit vielleicht einen Unfall gehabt hatte, wo diese Bereiche in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Lena berichtet mir daraufhin, dass sie als ca. 2 jährige von einem Pferd getreten worden wäre und deshalb 3 Monate in einem Korsett im Krankenhaus gewesen wäre.

In diesen beiden Bereichen hatte sie das Pferd damals mit seinen Hufen getroffen. Eigentlich hatte sie heute damit überhaupt keine Schwierigkeiten. Die Sache war damals verheilt und längst vergessen. An den Unfall konnte sie sich selbst nicht mehr erinnern. Sie wusste es nur durch die Erzählungen ihrer Mutter.

Aus Erfahrung wusste ich, dass solch ein körperliches Trauma viel Energie verbrauchte um es im Unterbewussten zu halten. Solch ein Körpertrauma kann uns Jahrelang, oder sogar ein ganzes Leben lang, begleiten ohne dass wir es wissen. Dieser Zustand würde sich auch nicht durch mehrere Reiki- Anwendungen beheben lassen. Lena würde dadurch vielleicht für ein paar Tage mehr Energie zur Verfügung haben und es würde ihr für einige Zeit etwas besser gehen. Sobald diese Energie aber verbraucht ist, würde sie wieder mit dem selben Problemen zu mir kommen.

Ich riet Lena also eine Heilsitzung zu machen, da mit Reiki in diesem Fall nur die Symptome des Energiemangels behandelt würden. Für eine dauerhafte Besserung war es einfach sinnvoller die Ursache aufzudecken.

Wir verabredeten uns also für eine Heilsitzung und ich eröffnete unseren Termin mit einem Vorgespräch, in dem ich Lena genauer über ihr Leben und ihrer Vergangenheit befragte. Als wir zu der Frage kamen, ob Lena irgendwelche Phobien hatte, antworte sie mir, dass sie ohne Licht nicht einschlafen könne. Aus diesem Grund lies sie beim Einschlafen immer eine kleine Lichtquelle im Zimmer brennen, damit sie keine Angst haben musste. Auf meine Frage, was denn schlimmes passieren würde, wenn sie das nicht täte, antwortete sie: “Es könnte jemand kommen.“ Genauer konnte sie diese Angst nicht definieren. Sie hatte einfach das Gefühl, es könnte dann „etwas“ oder „jemand“ kommen. Diese Interessante Info erweckte meine Aufmerksamkeit und ich behielt sie im Hinterkopf.

Nachdem ich alle wichtigen Informationen erhalten hatte, erklärte ich Lena meine Arbeitsweise und danach begannen wir mit der Heilsitzung. Ich stellte mich neben sie und spürte sofort wie die Energie durch meine Hände, auf ihr körperliches Energiesystem einwirkte und in Lena hineinfloss. Nach einiger Zeit entspannte sie sich und die ersten Bilder stiegen vor ihrem geistigen Auge auf. Sie schaute im Geiste auf ihre Füße und sah kleine Kinderfüße im saftigen, grünen Gras stehen. Es war Sommer und Lena berichtete, dass sie mit ihren Eltern auf einen Bauernhof gewesen wäre und allein auf dem Gelände herum lief.

Sie erblickte ein Pferd und näherte sich diesem von hinten und zog ihm am Schweif. Das Pferd trat plötzlich aus und die kleine Lena flog durch die Luft und landete hart auf dem Boden. Da lag sie nun und wusste nicht wie ihr gerade geschehen war. Lena berichtet weiter, dass ihre Mutter schreiend und weinend zu ihr gelaufen wäre und versucht habe sie aufzuheben. Sie war völlig in Panik, lies dann aber von Lena ab und lief weinend zurück zum Haus.

Offenbar hatte sie Hilfe angefordert, denn nach einiger Zeit kam ein Hubschrauber und landete auf der Wiese. Zwei Sanitäter kamen und legten Lena auf eine Trage und machten sie fest. Lena sagte mir, dass sie große Angst verspürt habe. Sie dachte sie müsse sterben, denn ihre Mutter war so aufgeregt gewesen und habe so schrecklich geweint. Dann hob der Hubschrauber vom Boden ab und Lena war allein mit dem Sanitäter. Sie wollte bei ihrer Mutter sein, aber offenbar durfte sie nicht mitfliegen. Nach einiger Zeit landete der Hubschrauber und Lena wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Dort wurde sie von anderen Leuten untersucht und man legte ihr eine Art Korsett um. Lena fand das alles ganz schrecklich und sie mochte all diese Leute nicht, die sich da so um sie bemühten um ihr zu helfen. Für Lena waren diese Leute an den Schmerzen und der Trennung von ihrer Mutter schuld. Sie verstand ja nicht, dass man ihr nur helfen wollte. Nach der Prozedur wurde sie in ein Zimmer gebracht, wo ihre Eltern sie erwarteten.

Lena war froh ihre Eltern zu sehen. Von einer Schwester wurde sie in ein Bettchen gelegt. Ihre Mutter saß neben den Bettchen und ihr Vater stand davor, schaute auf Lena und schüttelte den Kopf. Als ich Lena fragte was sie bei diesem Bild empfand, antworte sie:“ Ich möchte so gerne von meinem Vater in den Arm genommen und getröstet werden. Aber er steht nur da und schüttelt mit dem Kopf. Warum nimmt er mich nicht in seine Arme?“ Lenas Stimme klang sehr traurig.

Ein Mann im Kittel betrat als nächstes das Zimmer und Lenas Eltern sprachen mit diesen fremden Menschen. Dann ging der Arzt und nach einiger Zeit verabschiedeten sich Lenas Eltern von ihrer Tochter um nach Hause zu fahren. Für Lena ein neuer Schock. Warum musste sie allein hier bleiben? Sie konnte das nicht verstehen. Sie blieb also allein zurück und langsam wurde es Dunkel draußen. Lena konnte nicht schlafen und sie beobachtete das Licht, was durch den Schlitz der Tür in ihren dunklen Raum eindrang.

Plötzlich öffnete sich die Tür und ein Mann mit Kittel kam ins Zimmer. Er ging zu Lena und drückte ihr Gesicht zur Seite während er ihr befahl leise zu sein. Dann hantierte er an dem Korsett herum. Lena bekam Panik und es tat ihr weh. Nach einiger Zeit hörte der Mann endlich auf und ging ohne ein Wort zu sagen aus dem Zimmer. Lena war fix und fertig mit den Nerven und schlief irgendwann erschöpft ein. Lena musste lange im Krankenhaus bleiben und diese unangenehme Prozedur wiederholte sich in regelmäßigen Abständen. Eines Tages kamen ihre Eltern nicht nur zu Besuch, sondern nahmen sie endlich auch wieder mit nach Hause. Das Korsett wurde ihr abgenommen und sie konnte endlich wieder spielen und mit ihrer Familie zusammen sein. Nach und nach verblasste die Erinnerung an den Unfall.

Als Lena mit ihrem Rückblick endete sagte sie, dass sie jetzt noch ein Bild sehen würde. Als ich sie fragte, was genau sie jetzt sehen würde, antworte sie, sie würde die kleine Lena weinend in einem dunklen Krankenhausflur stehen sehen. Sie wäre ganz allein und wirke zurück gelassen. Ich wusste diese Botschaft von Lenas Unterbewusstsein klar zu deuten und schickte die erwachsene Lena in dieses Bild hinein. Die Erwachsene wollte die kleine Lena sofort in ihre Arme schließen, wozu ich sie auch gleich ermunterte. Lena brach in Tränen aus, als sie die Kleine in ihren Armen hielt. Die alte Schockenergie löste sich endlich und nach all diesen Jahren konnte Heilung eintreten. Die erwachsene Lena gab der Kleinen all den Trost und die Liebe die sie damals nicht bekommen hatte.

Ausserdem erklärte sie der Kleinen, dass sie immer für sie da sein wolle und sie mitnehmen wolle, um sie in ihrem jetzigen Leben bei sich zu haben. Die Kleine war begeistert und sagte sofort ja. Danach holte ich Lena wieder auf unsere Realitätsebene und die Heilsitzung war beendet. Eine glückliche Lena strahlte mich an. In der Nachbesprechung viel Lena noch ein, das es ihr immer sehr schlecht ging, wenn sie ein Krankenhaus betrat. Einmal saß sie nur mit Freunden in einer Kneipe und die Unterhaltung drehte sich um einen Krankenhausaufenthalt. Bei diesem harmlosen Gespräch wurde ihr total übel. Dann viel ihr auch noch ein, dass sie als Schülerin einmal Ohnmächtig wurde, als ein Rettungshubschrauber auf dem Schulgelände landete. Mich wunderte das nicht. Ihr Trauma war tief im Unterbewussten abgespeichert und jedes Mal, wenn sie in die Nähe eines Krankenhauses kam oder sie einen Hubschrauber sah, erinnerte sich ihr Unterbewusstsein an ihre schrecklichen Erlebnisse aus der Vergangenheit.

In solchen Momenten sendete ihr Unterbewusstsein all diese Gefühle, die sie damals hatte, um sie vor dem schrecklichen, was als nächstes passieren könnte, zu warnen. Nach dem Motto: „Denk daran was damals passierte als du ins Krankenhaus kamst oder einen Hubschrauber sahst. Das darf dir nicht noch einmal passieren.“ Ihr Unterbewusstsein war sogar so empfindsam auf dieses Thema, dass es sogar auf ein harmloses Gespräch über einen Krankenhausaufenthalt mit dem Warnsignal reagierte. So einen tiefen Eindruck hatte der Unfall bei der kleinen Lena hinterlassen. Nun, da alles bei der Heilsitzung an die Oberfläche gekommen war sollte Lena keine Probleme mehr mit Kraftlosigkeit haben.

Sobald solch ein Trauma aus dem Unbewussten in unser Bewusstsein aufgestiegen ist, sieht das Unterbewusste keine Veranlassung mehr dazu, ein Warnsignal zu senden. Außerdem gab es nichts mehr energetisch zu deckeln und Lena hatte von jetzt an wieder all ihre Energie zur Verfügung. Sie würde jetzt also wieder voll belastbar sein. Wir beendeten die Sitzung und Lena ließ mir einige Tage später eine Mail zukommen in der stand: “Hallo Marco! Wollte dir heut auch Bericht erstatten. Ich schlafe seit drei Nächten endlich durch! Freu mich sehr darüber! Mir ging es nach der Sitzung auch extrem gut…fühlte mich so leicht…Danke!!!“ Wir sahen uns dann später noch mal, als sie ein 1. Reiki Grad Seminar von mir besuchte, wo sie mir berichtete, dass sie kein Licht mehr zum einschlafen bräuchte. Auch hier wusste das Unterbewusste ja jetzt, dass kein Arzt mehr kommen würde, um das Korsett zu richten. Auch diese Angst hatten wir mit dieser einen Heilsitzung aufdecken und auflösen können.

Copyright
Marco Hennings

Geistheiler & Reiki Lehrer in Hamburg

Kontakt:  Geistiges Heilen in Hamburg

Einfach Zwanghaft…

„Zwangsstörungen sind psychische Störungen. Es besteht für den Betroffenen ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge und erlebt diese als übertrieben und sinnlos. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich. Ältere Bezeichnungen für Zwangsstörungen sind Zwangserkrankung, Zwangsneurose und anankastische Neurose.“
( Quelle Wikipedia )

In einer meiner Heilsitzungen traf ich auf eine Dame mittleren Alters.
Nennen wir sie Hilde. Hilde berichtete mir, dass sie unter einem enormen Druck leide, ausgelöst durch eine Zwangsstörung.
Hilde konnte ihre Wohnung nicht verlassen bevor sie nicht absolut sicher war, dass sie wirklich alles pikobello aufgeräumt hatte und alles wirklich sauber war. Also ein klassischer Putzzwang. Nun war es sogar schon soweit gekommen, dass sie immer öfter deswegen zu spät zur Arbeit kam und ihr Arbeitgeber ihr mit Konsequenzen drohte. Eine Abmahnung hatte sie bereits erhalten und obwohl sie alles versuchte um die Wohnung rechtzeitig zu verlassen um pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen, gelang es ihr nicht.

Ich stellte mich hinter sie und lies meine Energie in sie hineinfließen, damit Hilde herausfinden konnte, was die wirkliche Ursache für ihr Leiden war. Nach einiger Zeit kamen die ersten Bilder aus ihrem Unterbewussten an die Oberfläche ihres Bewusstseins. Sie fing an zu lachen und sah sich im Alter von vier oder fünf Jahren zusammen mit ihren Zwillingsbruder in ihrem gemeinsamen Zimmer spielen. Die beiden hatten einen heiden Spaß und spielten ausgelassen in einem Schlachtfeld aus Spielzeug das vorher noch ihr Kinderzimmer gewesen war.

Als sich die beide grade eine herzhafte Kissenschlacht lieferten, kam die Großmutter herein, die auf die beiden aufpasste, da ihre Mutter auf der Arbeit war, und sah das Chaos. Sie fing sofort an zu schimpfen und schalt die Kinder auf der Stelle mit dem Blödsinn aufzuhören. Völlig erschrocken hörten die beiden sofort auf und standen wie angewurzelt vor ihrer schimpfenden Omi. Als ich Hilde fragte, was als nächstes passierte, liefen ihr Tränen über das Gesicht. Sie berichtete dass ihre Oma ihren Bruder auf den Arm nahm und nur ihr die alleinige Schuld für das ganze Touwaboo gab.

Ich fragte Hilde, wie sie sich dabei fühlte. Sie erwiderte, dass sie sich ganz schrecklich fühlte. Obwohl sie alle beide daran beteiligt waren, bekam nur sie die Schuld dafür. Das war ungerecht und sie wollte auch den Raum mit ihrer Oma und ihrem Bruder verlassen. „Großmutter hatte meinen Bruder schon immer bevorzugt,“ sagte sie. „Was passiert als nächstes“, fragte ich Hilde. „Meine Oma sagt mir, dass ich den Raum erst verlassen dürfe, wenn ich den Raum vollkommen aufgeräumt habe. Dann geht sie mit meinem Bruder hinaus und schließt die Tür und ich bin allein. Ich bin total traurig und weine vor mich hin. Aber sie kommen nicht zurück und ich räume auf so gut ich das halt kann, aber Omi kommt nicht wieder zurück.

„Wieso nicht?“ hackte ich nach. „Meine Mutter ist gekommen und Großmutter ist wohl dann direkt nach Hause gegangen. Dann kommt meine Mutter und öffnet die Tür, begrüßt mich und holt mich zum Essen.“

Nachdem wir die Heilsitzung beendet hatten, fragte ich Hilde wie sie sich jetzt fühle. Sie lächelte und sagte: „Ich verstehe jetzt warum ich diesen Putzzwang habe,“ antwortete sie.
„Jetzt ist mir alles klar geworden. Ich warte heute noch darauf, dass meine Großmutter mich aus dem Zimmer holt!“ „Genau“, antworte ich. Du hast damals ein kleines Trauma erlitten. Manchmal kann das bei Kindern schon durch eine Kleinigkeit verursacht werden.“
Ein Trauma entsteht durch einen Schock der nicht aufgelöst werden konnte, wie ich an andere Stelle dieses Blogs schon einmal erwähnt habe. Kommen zu solch einen Schock noch Angst und Schuldgefühle hinzu, dann kann das später zu verschiedenen Neurosen oder sogar schlimmeren führen.

„In deinem Fall hast du einen Putzzwang entwickelt bei dem du den Raum ( deine Wohnung ), nicht eher verlassen konntest, bevor für dich nicht alles pikobello aufgeräumt war. Ansonsten hättest du immer unterschwellig Schuldgefühle gehabt die dich völlig verunsichert hätten.“ „Das Stimmt!“ sagte Hilde, „Ich fühlte mich dann immer irgendwie schuldig…“

„Deine Großmutter hat dich in dem Zimmer zurückgelassen. Und obwohl du alles so gut wie möglich aufgeräumt hattest, kam sie nicht zurück um dich aus dieser Situation zu entlassen.
Das wäre aber absolut notwendig gewesen. Sie hat dir die Strafe auferlegt und nur sie konnte diese auch wieder aufheben. Dadurch, dass sie es nicht tat, fühltest du dich weiterhin schuldig. Aus irgendeinem Grund hat dein Unterbewusstsein jetzt angefangen diese alten Schuldgefühle an die Oberfläche zu bringen. Wie lange hast du diesen Putzzwang schon?“
„Ungefähr seit zwei Jahren,“ sagte Hilde. „Kann es sein,“ sagte ich, „dass deine Großmutter vor ungefähr zwei Jahren verstorben ist?“
„Ja, das stimmt…!“ antworte Hilde und sie sah mich an, als würden ihr die Schuppen aus den Augen fallen. „Meinst du, dass ich jetzt von dem Zwang geheilt bin?“

„Nun, antworte ich, „das werden wir spätesten dann sehen, wenn du wieder zur Arbeit gehen wirst. Eigentlich ist die Ursache deines Problems ja jetzt an die Oberfläche gekommen. Sobald ein Mensch die Ursache für sich verstanden hat, sollten auch die Probleme verschwinden, da das Unterbewusste nun keine Notwendigkeit mehr darin sieht, ihm diese alten Gefühle zu senden.“

Einige Tage später rief mich eine hocherfreute Hilde an um mir mitzuteilen, dass sie keine Anstalten mehr machte diesen Zwang auszuführen. Sie können sich nicht Vorstellen wie glücklich und befreit sie war, einfach mal eine unordentliche Wohnung zu hinterlassen.

So schön kann das Leben eben manchmal sein.

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