Der Einsatz von Reiki in der Gewaltprävention

»Reiki ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen von jungen Menschen erreichen kann. Sie können dadurch lernen, sich selbst mehr wertzuschätzen,Selbstvertrauen aufzubauen und ihre Mitte zu finden» Marco Hennings

»Reiki ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen von jungen Menschen erreichen kann. Sie können dadurch lernen, sich selbst mehr wertzuschätzen,Selbstvertrauen aufzubauen und ihre Mitte zu finden» Marco Hennings

Vor einigen Jahren bot Marco Hennings in der Jugendstrafanstalt Hahnöfersand in Niedersachsen zusammen mit dem Sozialarbeiter der Einrichtung ein Reiki-Seminar zur Gewaltprävention an.
Nach Gesprächen über die Ursachen von Aggression und über tieferliegende Ängste leitete er die Teilnehmer dazu an, sich zuerst selbst und schließlich einander die Hände aufzulegen. Die Erfahrung, sich gegenseitig etwas Gutes zu tun und zu entspannen, war das Gegenteil von dem, wozu sie konditioniert worden waren. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.


Mein Reiki Lehrer sagte mir einmal: „Wer gelernt hat mit seinen Händen eine andere Person zu verletzen, sollte zum Ausgleich auch lernen mit den Händen zu Heilen. So erlangt man seine „Mitte“ zurück.“ Durch meine persönliche Ausbildung in Reiki erlangte ich als junger Mann meine Mitte zurück. Ich veränderte mich und wurde von einem aggressiven Jugendlichen, zu einer entspannten und liebevollen Persönlichkeit. Diesen Erfahrungsschatz gebe ich heute an andere weiter.
Zu einer Zeit als sich die Meldungen über Jugendgewalt in den Medien gerade mal wieder überschlugen, bekam ich also die Möglichkeit mit jugendlichen Häftlingen in der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand mit Reiki zu arbeiten.

Die Erwartungen, die ich in meine Reiki- Arbeit setzte und meine Vorstellung, was sie bewirken könnte, wurden noch bei weitem übertroffen.

Wer schon einmal ein Gefängnis gesehen hat, weiß wie es sich anfühlt, wenn man sich dem Eingang nähert. Die meisten Leute wollen einen solchen Ort so schnell wie möglich wieder verlassen. Hohe Zäune mit Stacheldraht, Wachtürme, verschlossene Tore, Kameras. Kein besonders einladender Anblick. Ich aber wollte da unbedingt hinein.

Man hört oft von Angeboten, die die Menschen durch Druck oder sogar Gewalt auf einen besseren Weg bringen sollen. Wie zum Beispiel Bootcamps in Amerika. Meine Idee war aber eine völlig andere, denn durch die persönlichen Erfahrungen, oder die meiner Schüler in meinen Reiki Seminaren wusste ich, dass Reiki einen Menschen auf viel sanftere Art positiv beeinflussen und zum Guten verändern kann.
Natürlich ist es eine gute und auch wichtige Sache einen jungen Menschen der vom Weg abgekommen ist, z.B durch ein Box-Trainingscamp klare Strukturen, Grenzen und Regeln anzubieten und zu vermitteln.

Meiner Meinung nach ist es aber genauso wichtig, dem Menschen dann nicht nur zu zeigen wie man einen Schlag richtig ausführt, sondern das man ihm ebenso aufzeigt, wie er mit seinen Händen einen anderen Menschen helfen kann. Oder sogar sich selbst.

Die Reiki Kunst ist dafür Ideal, denn sie ist für jeden leicht zu erlernen, ist sofort anwendbar und man erzielt sehr schnell positive Resultate.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass wütende Menschen unter extremer Anspannung stehen? Haben Sie schon einmal versucht wütend oder aggressiv zu sein wenn sie völlig entspannt waren? Natürlich nicht, oder? Denn das ist auch unmöglich. In einem entspannten Zustand sind wir gar nicht in der Lage wütend oder aggressiv sein.

Wie kommt das eigentlich?

Wut verbraucht eine Menge Lebensenergie – Liebe schenkt uns Lebensenergie

Zu wenig Energie bedeutet Anspannung – Ausreichend Energie bedeutet Entspannung.

Und genau an diesem Punkt setze ich mit der Reiki Energie und ihrer tiefenentspannenden und transformierenden Wirkung an.

Mein Assistent und ich entwickelten zunächst ein Konzept für unser Vorhaben.
Herr Tamm-Berg suchte für unser Projekt sechs geeignete Jugendliche im Alter von 17 bis 21 Jahren aus und bereitete alles weitere für einen reibungslosen Ablauf vor. Wir benötigten ca. 6 Wochen für unsere Vorbereitungen. Das Projekt sollte über zwei Tage gehen, in denen die Häftlinge von mir in den sogenannten 1.Reiki Grad eingeweiht werden sollten.

Die Haftleitung in Hahnöfersand war sehr hilfsbereit und unterstützte unsere Arbeit auf jede erdenkliche Weise. Wir durften die Sporthalle für diese zwei Tage ungestört benutzen und es wurden uns auch mehrere Wachleute zur Verfügung gestellt.

Am ersten Tag stellte ich mich den jungen Häftlingen vor und eröffnete ihnen was in den nächsten zwei Tagen auf sie zukommen sollte. Zuerst waren sie skeptisch, besonders nachdem Worte wie „Handauflegen“, gefallen waren. Aber nach einer Stunde hatten wir alle Fragen soweit geklärt, dass alle bei dem Projekt dabei sein wollten. Die Neugier war dann doch größer als die voran gegangene Skepsis.

Bevor wir loslegten, bat ich die Häftlinge mir ihre wichtigsten Wertvorstellungen aufzuschreiben. Das was ihnen am wichtigsten war an erster Stelle und dann das nächste darunter. Also z.B Familie, Erfolg, Liebe, Geld, etc. Danach sammelten wir die Zettel ein. Am Ende des Seminars befragten wir die Häftlinge dann erneut dazu. Wir wollten feststellen, ob und wenn was sich an den Wertvorstellungen der jungen Leute nach dem Reiki – Seminar verändert hatte.

In meinen normalen Reiki-Seminaren liegt der Schwerpunkt klar auf dem Thema „Reiki und Heilung“. Bei diesem Projekt lag der Schwerpunkt auf Reiki und unter anderem auch der Gewalt. Eine sehr reizvolle Kombination für mich, da ich neben meiner Reiki- Kunst auch seit über 20 Jahren Kampfsportarten wie Kung Fu, Boxen oder dem philipinischen Kali betreibe.

Somit stellte ich dann auch Fragen wie: Was meint ihr, ist der Grund dafür, warum sich Menschen schlagen? Wurdest du schon mal geschlagen? Hast du dich schon mal andere geschlagen? Wie hast du dich dabei bzw. danach gefühlt? Als du gewonnen oder als du verloren hast?

Sehr spannend war dann zum Beispiel zu erfahren, dass sich die Häftlinge sehr bald einig waren, dass Menschen sich wohl aus Angst voreinander Gewalt antun. Ihnen wurde immer klarer, dass Angst ein großer Motivator für Gewalt ist. Dass es nicht nur Täter und Opfer gibt, sondern eigentlich beide dabei Opfer sind. Opfer ihrer Angst, die hinter ihrer Tat steht. Interessant nicht wahr…?!

Als die Jungs dann ihre ersten Reiki Übungen mit der Eigenbehandlung und den Handpositionen bei sich selbst ausprobierten, war auch endgültig das letzte Eis zwischen uns gebrochen.

Als die Jungs dann ihre ersten Reiki Übungen mit der Eigenbehandlung und den Handpositionen bei sich selbst ausprobierten, war auch endgültig das letzte Eis zwischen uns gebrochen.

 

Nach der gegenseitigen Behandlung im Sitzen fragte ich sie, wie sie sich jetzt fühlten und bekam Antworten wie:
Es war sehr entspannend; Ich habe mich wohl gefühlt; Die Probleme sind irgendwie von mir weggerückt; Irgendwie leichter…; Ich fühle mich seltsam aber angenehm seltsam; Komisch kann es nicht beschreiben, aber es war okay.

Kann das sein, dass ich ein Kribbeln am Kopf gespürt habe? ; Vorhin war ich noch wütend auf einen Wachmann, aber das ist jetzt vorbei; Man vergisst echt kurzzeitig, dass man im Knast ist…

Ein entspanntes und harmonisches Miteinander beherrschte das Bild.

Sehr bald merkte auch ich dann gar nicht mehr, dass ich in einem Gefängnis war und „Häftlingen“ Reiki beibrachte. Ab diesen Zeitpunkt waren es für mich nur noch einfache „Jungs“. Wieder einmal mehr demonstrierte mir Reiki seine wunderbare Kraft der Liebe. Ich sah nur noch die Menschen, nicht mehr die Häftlinge.
Auch die verschiedenen Wachleute und mein Assistent waren sehr erstaunt darüber, was sich vor ihren Augen abspielte. Die Jungs arbeiteten leise und konzentriert miteinander. Sie hörten aufmerksam zu. Ein entspanntes und harmonisches Miteinander beherrschte die ganze Zeit über das Bild.
So etwas kam nicht oft vor.

Jeder arbeitet mit jeden. Es gibt keine „Rang“ Unterschiede mehr!

Am zweiten Tag vor dem zweiten Seminarteil setzten wir uns mit den Jungs für zwei Stunden zusammen und besprachen ihre Eindrücke des vorangegangen Tages. Wir sprachen über Reiki aber auch über Themen wie Respekt. Was bedeutet Respekt eigentlich für euch. Respektiert ihr euch eigentlich auch selbst? Von allen sechs Probanden kam ein klares Nein zu dieser Frage…

Der zweite Seminarteil bestand erst einmal aus Wiederholungen der Eigenbehandlung und dann Wiederholung der Behandlung im Sitzen mit anderen Partnern. Die Reiki Kraft wurde von den Teilnehmern am zweiten Tag stärker wahrgenommen und der Ablauf der Positionen war für die Jungs vertrauter.
Später lernten sie dann die Behandlung bei einer Person im Liegen. Auch hier waren alle wieder sehr konzentriert bei der Sache. Die Reiki Einweihungen hielt ich übrigens in einem kleinen separaten Geräteraum ab, der zwar ungemütlich war, aber kein Problem darstellte, weil sich die Jungs trotzdem bei den Einweihungen wohl fühlten. Auch hier war erstaunlich, wie Respektvoll sie sich mir gegenüber verhielten und wie dankbar sie die Einweihung annahmen.

“ Ich spüre die Energie an meinen Ohren.“

Achtsamkeit und vollkommen respektvoll miteinander!

Energie „abstreifen“ macht spaß!

Nach dem Seminar erhielten dann alle noch mal den besagten „Werte Zettel“. Bei einigen hatte sich in der Wertung tatsächlich etwas verändert. Zum Beispiel waren neue Werte dazu gekommen wie: „Anderen Menschen helfen“ und „Dankbarkeit“. Werte wie „Geld“ waren auf den untersten Plätzen gelandet oder sogar ganz verschwunden.

Auch ich war sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung mit den Jugendlichen machen durfte.
Mein Fazit: Jugendliche die gewalttätig werden, haben es meist in ihrem Leben so erlernt und sie haben nie liebevolle Vorbilder gehabt. Sie sind teilweise durch eigene Misshandlungen traumatisiert worden und geben das aus Angst entstandene Leid nun an andere weiter. Es entsteht ein Teufelskreis der Gewalt. Gruppenzwang und Eigendynamik tragen dann ihr zusätzliches dazu bei. Aus solch einem Teufelskreis kann sich ein jugendlicher Mensch nur schwer selbst wieder herausziehen.
Mit Reiki habe ich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen dieser jungen Menschen erreichen kann. Mit Reiki lernen sie sich selbst wert- zu- schätzen, „Selbstvertrauen“ aufzubauen und ihre „Mitte“ zu finden. Durch diese vorher noch nie gemachte Erfahrung lernen sie dann auch andere wert- zu- schätzen. Sie lernen über das Handauflegen, dass sie anderen Menschen etwas Gutes tun können. Nur wer sich selbst liebt, kann auch anderen Menschen Liebe geben.

Meiner Meinung nach hat Reiki in der Gewaltprävention eine große Zukunft. Eines Tages könnte es vielleicht völlig normal sein, dass Reiki im Strafvollzug angewendet wird. Ebenso aber auch in allen Bereichen, die sich mit Gewaltprävention befassen. Das Interesse auf Seiten der Leitung von Hahnöfersand war auf jeden Fall sehr viel versprechend. Es könnte also der erste Schritt in die richtige Richtung gewesen sein. Ich würde mich darüber freuen, wenn mein Beispiel Schule machen würde.

Spirit- Fighter Reiki Gruppe Hanöversand 2008 Links unten: Reiki Lehrer Marco Hennings. Mitte unten: Sozialarbeiter Dietmar Tamm-Berg

Danken möchte ich meinem Assistenten Dietmar Tamm-Berg und der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand, die durch ihre Mithilfe das Projekt erst möglich gemacht haben.

Anmerkung: Alle Fotos wurden mit dem Einverständnis der Häftlinge veröffentlicht. Zum Schutz der Jugendlichen wurden ihre Gesichter unkenntlich gemacht.

Übrigens: Marco Hennings sucht immer neue Verbündete, die in der Gewaltprävention tätig sind und die offen sind für ungewöhnliche Wege und Möglichkeiten. Sollten auch Sie Interesse an seiner Arbeit haben, oder Sie wünschen sich, dass er mit seinen Team in Ihre Einrichtung kommt, dann setzen Sie sich gerne mit ihm in Verbindung: http://www.marcohennings.de

Ferneinweihung oder Fern-Entweihung?

Ein sehr heiß diskutiertes Thema in der Reiki Szene ist zurzeit das sogenannte Ferneinweihen. Also die Einweihung in die verschiedenen Reiki Grade, wobei kein Reiki-Lehrer räumlich anwesend sein muss. Ich werde öfter gefragt was ich persönlich davon halte.

Nun, ich selbst bin Kampfsportler und trainierte diese Kunst viele Jahre sehr intensiv. Deshalb fällt mir ein gutes Beispiel dazu ein. Ich traf mal einen anderen Kampfkünstler der mir berichtete, dass er auch Reiki Meister sei. Ich fragte ihn wer sein Lehrer sei und darauf sagte er mir, er habe die Einweihungen über eine Lehrerin aus dem Internet bekommen. Er habe alle Grade bis zum Reiki –Lehrer über Ferneinweihungen gemacht und würde demnächst auch andere Leute in die Reiki-Grade einweihen wollen. Ich fragte ihn wie er denn die Einweihungszeremonie erlernt habe, wenn er die Einweihung doch übers Internet erworben hatte. Darauf sagte er, dass er per E-Mail auch die Einweihungszeremonie als PDF Datei bekommen hat. Er wüsste genau was er zu tun hätte. Dann fragte er mich, wer denn mein Kampfsportmeister sei. Ich sagte ihm darauf, ich hätte ein paar gute Bücher von einem Meister Namens so und so gelesen und ich sei nun bereit als Schwarzgurt andere in der Kunst des Kampfsportes auszubilden. Daraufhin schaute er mich fassungslos an.

„Das ist nicht dein Ernst!“, sagte er. „Natürlich nicht, “ erwiderte ich, „ich wollte dir nur klarmachen, dass man Reiki nicht mal ebenso, anhand eines Buches oder anhand einer PDF Datei mit ein paar Infos lernen kann. Geschweige denn, dann auch noch als Reiki-Lehrer aufzutreten und andere darin auszubilden. Beim Kampfsport scheint dir das auch ganz klar zu sein. Beim Reiki meinst du aber, dass du das einfach so machen könntest. Schon erstaunlich, findest du nicht?“  Er schaute mich nachdenklich an. „Darüber habe ich nicht nachgedacht. Mir war nicht bewusst, dass da so viel Verantwortung auf mich zukommt.“ „Ja aber sicher“, sagte ich. „Natürlich hast du eine Verantwortung sobald du Schüler ausbildest, das ist doch genauso wie in jeder anderen Disziplin auch.  Als Kampfsportler brauchst du doch auch erst mal eine gewisse Erfahrung bevor du Schüler unterrichten darfst. Was könntest du nicht alles falsch vermitteln oder deine Schüler könnten sich untereinander sogar verletzen, wenn du nicht genau darüber Bescheid weißt, was du da tust. Wenn du aber keine Erfahrungen hast, was willst du deinen Schülern lehren?“ „Ich verstehe was du meinst“, sagte er, „wenn ich Fragen habe kann ich mich immer an meinen Kampfsport- Meister wenden. Ich profitiere durch seine jahrelangen Erfahrungen.“ „Richtig“, sagte ich, „und genauso ist es  beim Reiki. Ich glaube, dass es schwierig für dich sein könnte deinen Reiki-Schülern den richtigen Support zu geben.“

Ein Beispiel: Vor einiger Zeit wurde mir folgende Geschichte zugetragen: Eine junge Frau machte ihren Reiki- Meister Grad bei einer Dame die ihre Reiki- Ausbildung über das Internet, per Ferneinweihungen, erhalten hatte. Die junge Frau hatte noch keinen einzigen Reiki Grad und dieser Reiki- Anwärterin wurde von der „Internet Meisterin“ geraten, alle drei Grade hintereinander zu machen. Was im Klartext bedeutete: Erster, zweiter und dritter Reiki- Grad an ein und demselben Tag. Kurze Zeit später stürzte die frisch gebackene Meisterin in ein tiefes seelisches Loch. Sie bat ihre Reiki- Lehrerin um Hilfe. Daraufhin bekam sie eine interessante Antwort: „Das ist dein Problem. Du bist jetzt eine Reiki- Meisterin.“

Dazu braucht man nichts zu sagen, oder? Jedem gut ausgebildeten Reiki- Lehrer wäre klar gewesen, dass das menschliche Chakren- System step by step an die neue Energie angepasst werden sollte und die einzelnen Reiki- Grade  auch deshalb über einen längeren Zeitraum vergeben werden. Es hat also schon seinen Sinn, warum die Reiki- Ausbildung in verschiedene Grade aufgeteilt wurde. Sonst hätte man dies auch nicht tun müssen und man könnte jeden Menschen sofort in den dritten Grad einweihen. Die Erfahrung der alten Lehrer hat aber wohl gezeigt, dass dies so nicht möglich ist, weil es zu Problemen führen kann. Somit endschied man sich wohlweislich für die Aufteilung in verschiedene Grade. Aber woher sollte das die Internet Reiki-Lehrerin wissen, wenn sie es nicht von ihrer Lehrerin gelernt hat?

Und das ist  mein Problem mit den Ferneinweihungen. Ich habe persönlich nichts dagegen wenn sich jemand dafür entscheidet eine Reiki-Einweihung über das Internet zu machen, solange er dies für sich selbst macht. Auch kann derjenige dann gerne andere mit Reiki Behandeln, wenn er das wünscht. Sobald derjenige aber meint er könne dann auch noch Reiki- Lehrer sein, dann kommen wir in einen für mich sehr grenzwertigen Bereich, den ich nicht mehr gut heißen kann.

Mir ist klar, dass alles immer schneller geht. Mir ist auch klar, dass viele  keine Zeit oder auch keine Lust mehr haben sich aufzuraffen um mühselig etwas zu erlernen. Da scheint es erst mal verlockend zu sein, eine Einweihung zu einem Reiki Grad nach Hause geschickt zu bekommen, so als hätte man etwas bei Amazon bestellt. Und dann ist so eine Ferneinweihung meist noch viel günstiger als ein richtiges Seminar zu besuchen. Was will man mehr? Das ist doch ein richtiges Schnäppchen, oder?!

Aber leider leidet so die Qualität der Reiki Kunst. Reiki hat so eine lange Tradition hinter sich. Und  lange hat es gebraucht um aus dem Licht der Esoterik-Szene der 80 Jahre zu kommen nur um nun dem Halbwissen und der Agonie anheimzufallen? Ich denke, dass sollte so nicht sein!

Wer also autentisches Reiki lernen möchte, sollte zu einem richtigen, handfesten Reiki-Lehrer gehen und von dessen Erfahrungen profitieren. Ich persönlich habe den hohen Anspruch, meinen Schülern so viel wie möglich von meinen Erfahrungen mitzugeben. Ich gebe meinen Schülern viele Fallbeispiele aus meinem eigenen Erfahrungsschatz mit auf den Weg, damit sie später mit der Reiki Kunst viel Freude haben.

Ich habe großen Respekt vor dem Erbe des Mikao Usui  und für mich ist es sehr wichtig, dass die Reiki Kunst nicht verramscht und ausgeschlachtet wird, als wäre sie irgendein Dumping Artikel ohne Seele.

Copyright Marco Hennings

Geistheiler & Reiki Lehrer in Hamburg

Reiki lernen? Kontakt:  Geistiges Heilen in Hamburg