Der Einsatz von Reiki in der Gewaltprävention

»Reiki ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen von jungen Menschen erreichen kann. Sie können dadurch lernen, sich selbst mehr wertzuschätzen,Selbstvertrauen aufzubauen und ihre Mitte zu finden» Marco Hennings

»Reiki ist für mich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen von jungen Menschen erreichen kann. Sie können dadurch lernen, sich selbst mehr wertzuschätzen,Selbstvertrauen aufzubauen und ihre Mitte zu finden» Marco Hennings

Vor einigen Jahren bot Marco Hennings in der Jugendstrafanstalt Hahnöfersand in Niedersachsen zusammen mit dem Sozialarbeiter der Einrichtung ein Reiki-Seminar zur Gewaltprävention an.
Nach Gesprächen über die Ursachen von Aggression und über tieferliegende Ängste leitete er die Teilnehmer dazu an, sich zuerst selbst und schließlich einander die Hände aufzulegen. Die Erfahrung, sich gegenseitig etwas Gutes zu tun und zu entspannen, war das Gegenteil von dem, wozu sie konditioniert worden waren. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.


Mein Reiki Lehrer sagte mir einmal: „Wer gelernt hat mit seinen Händen eine andere Person zu verletzen, sollte zum Ausgleich auch lernen mit den Händen zu Heilen. So erlangt man seine „Mitte“ zurück.“ Durch meine persönliche Ausbildung in Reiki erlangte ich als junger Mann meine Mitte zurück. Ich veränderte mich und wurde von einem aggressiven Jugendlichen, zu einer entspannten und liebevollen Persönlichkeit. Diesen Erfahrungsschatz gebe ich heute an andere weiter.
Zu einer Zeit als sich die Meldungen über Jugendgewalt in den Medien gerade mal wieder überschlugen, bekam ich also die Möglichkeit mit jugendlichen Häftlingen in der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand mit Reiki zu arbeiten.

Die Erwartungen, die ich in meine Reiki- Arbeit setzte und meine Vorstellung, was sie bewirken könnte, wurden noch bei weitem übertroffen.

Wer schon einmal ein Gefängnis gesehen hat, weiß wie es sich anfühlt, wenn man sich dem Eingang nähert. Die meisten Leute wollen einen solchen Ort so schnell wie möglich wieder verlassen. Hohe Zäune mit Stacheldraht, Wachtürme, verschlossene Tore, Kameras. Kein besonders einladender Anblick. Ich aber wollte da unbedingt hinein.

Man hört oft von Angeboten, die die Menschen durch Druck oder sogar Gewalt auf einen besseren Weg bringen sollen. Wie zum Beispiel Bootcamps in Amerika. Meine Idee war aber eine völlig andere, denn durch die persönlichen Erfahrungen, oder die meiner Schüler in meinen Reiki Seminaren wusste ich, dass Reiki einen Menschen auf viel sanftere Art positiv beeinflussen und zum Guten verändern kann.
Natürlich ist es eine gute und auch wichtige Sache einen jungen Menschen der vom Weg abgekommen ist, z.B durch ein Box-Trainingscamp klare Strukturen, Grenzen und Regeln anzubieten und zu vermitteln.

Meiner Meinung nach ist es aber genauso wichtig, dem Menschen dann nicht nur zu zeigen wie man einen Schlag richtig ausführt, sondern das man ihm ebenso aufzeigt, wie er mit seinen Händen einen anderen Menschen helfen kann. Oder sogar sich selbst.

Die Reiki Kunst ist dafür Ideal, denn sie ist für jeden leicht zu erlernen, ist sofort anwendbar und man erzielt sehr schnell positive Resultate.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass wütende Menschen unter extremer Anspannung stehen? Haben Sie schon einmal versucht wütend oder aggressiv zu sein wenn sie völlig entspannt waren? Natürlich nicht, oder? Denn das ist auch unmöglich. In einem entspannten Zustand sind wir gar nicht in der Lage wütend oder aggressiv sein.

Wie kommt das eigentlich?

Wut verbraucht eine Menge Lebensenergie – Liebe schenkt uns Lebensenergie

Zu wenig Energie bedeutet Anspannung – Ausreichend Energie bedeutet Entspannung.

Und genau an diesem Punkt setze ich mit der Reiki Energie und ihrer tiefenentspannenden und transformierenden Wirkung an.

Mein Assistent und ich entwickelten zunächst ein Konzept für unser Vorhaben.
Herr Tamm-Berg suchte für unser Projekt sechs geeignete Jugendliche im Alter von 17 bis 21 Jahren aus und bereitete alles weitere für einen reibungslosen Ablauf vor. Wir benötigten ca. 6 Wochen für unsere Vorbereitungen. Das Projekt sollte über zwei Tage gehen, in denen die Häftlinge von mir in den sogenannten 1.Reiki Grad eingeweiht werden sollten.

Die Haftleitung in Hahnöfersand war sehr hilfsbereit und unterstützte unsere Arbeit auf jede erdenkliche Weise. Wir durften die Sporthalle für diese zwei Tage ungestört benutzen und es wurden uns auch mehrere Wachleute zur Verfügung gestellt.

Am ersten Tag stellte ich mich den jungen Häftlingen vor und eröffnete ihnen was in den nächsten zwei Tagen auf sie zukommen sollte. Zuerst waren sie skeptisch, besonders nachdem Worte wie „Handauflegen“, gefallen waren. Aber nach einer Stunde hatten wir alle Fragen soweit geklärt, dass alle bei dem Projekt dabei sein wollten. Die Neugier war dann doch größer als die voran gegangene Skepsis.

Bevor wir loslegten, bat ich die Häftlinge mir ihre wichtigsten Wertvorstellungen aufzuschreiben. Das was ihnen am wichtigsten war an erster Stelle und dann das nächste darunter. Also z.B Familie, Erfolg, Liebe, Geld, etc. Danach sammelten wir die Zettel ein. Am Ende des Seminars befragten wir die Häftlinge dann erneut dazu. Wir wollten feststellen, ob und wenn was sich an den Wertvorstellungen der jungen Leute nach dem Reiki – Seminar verändert hatte.

In meinen normalen Reiki-Seminaren liegt der Schwerpunkt klar auf dem Thema „Reiki und Heilung“. Bei diesem Projekt lag der Schwerpunkt auf Reiki und unter anderem auch der Gewalt. Eine sehr reizvolle Kombination für mich, da ich neben meiner Reiki- Kunst auch seit über 20 Jahren Kampfsportarten wie Kung Fu, Boxen oder dem philipinischen Kali betreibe.

Somit stellte ich dann auch Fragen wie: Was meint ihr, ist der Grund dafür, warum sich Menschen schlagen? Wurdest du schon mal geschlagen? Hast du dich schon mal andere geschlagen? Wie hast du dich dabei bzw. danach gefühlt? Als du gewonnen oder als du verloren hast?

Sehr spannend war dann zum Beispiel zu erfahren, dass sich die Häftlinge sehr bald einig waren, dass Menschen sich wohl aus Angst voreinander Gewalt antun. Ihnen wurde immer klarer, dass Angst ein großer Motivator für Gewalt ist. Dass es nicht nur Täter und Opfer gibt, sondern eigentlich beide dabei Opfer sind. Opfer ihrer Angst, die hinter ihrer Tat steht. Interessant nicht wahr…?!

Als die Jungs dann ihre ersten Reiki Übungen mit der Eigenbehandlung und den Handpositionen bei sich selbst ausprobierten, war auch endgültig das letzte Eis zwischen uns gebrochen.

Als die Jungs dann ihre ersten Reiki Übungen mit der Eigenbehandlung und den Handpositionen bei sich selbst ausprobierten, war auch endgültig das letzte Eis zwischen uns gebrochen.

 

Nach der gegenseitigen Behandlung im Sitzen fragte ich sie, wie sie sich jetzt fühlten und bekam Antworten wie:
Es war sehr entspannend; Ich habe mich wohl gefühlt; Die Probleme sind irgendwie von mir weggerückt; Irgendwie leichter…; Ich fühle mich seltsam aber angenehm seltsam; Komisch kann es nicht beschreiben, aber es war okay.

Kann das sein, dass ich ein Kribbeln am Kopf gespürt habe? ; Vorhin war ich noch wütend auf einen Wachmann, aber das ist jetzt vorbei; Man vergisst echt kurzzeitig, dass man im Knast ist…

Ein entspanntes und harmonisches Miteinander beherrschte das Bild.

Sehr bald merkte auch ich dann gar nicht mehr, dass ich in einem Gefängnis war und „Häftlingen“ Reiki beibrachte. Ab diesen Zeitpunkt waren es für mich nur noch einfache „Jungs“. Wieder einmal mehr demonstrierte mir Reiki seine wunderbare Kraft der Liebe. Ich sah nur noch die Menschen, nicht mehr die Häftlinge.
Auch die verschiedenen Wachleute und mein Assistent waren sehr erstaunt darüber, was sich vor ihren Augen abspielte. Die Jungs arbeiteten leise und konzentriert miteinander. Sie hörten aufmerksam zu. Ein entspanntes und harmonisches Miteinander beherrschte die ganze Zeit über das Bild.
So etwas kam nicht oft vor.

Jeder arbeitet mit jeden. Es gibt keine „Rang“ Unterschiede mehr!

Am zweiten Tag vor dem zweiten Seminarteil setzten wir uns mit den Jungs für zwei Stunden zusammen und besprachen ihre Eindrücke des vorangegangen Tages. Wir sprachen über Reiki aber auch über Themen wie Respekt. Was bedeutet Respekt eigentlich für euch. Respektiert ihr euch eigentlich auch selbst? Von allen sechs Probanden kam ein klares Nein zu dieser Frage…

Der zweite Seminarteil bestand erst einmal aus Wiederholungen der Eigenbehandlung und dann Wiederholung der Behandlung im Sitzen mit anderen Partnern. Die Reiki Kraft wurde von den Teilnehmern am zweiten Tag stärker wahrgenommen und der Ablauf der Positionen war für die Jungs vertrauter.
Später lernten sie dann die Behandlung bei einer Person im Liegen. Auch hier waren alle wieder sehr konzentriert bei der Sache. Die Reiki Einweihungen hielt ich übrigens in einem kleinen separaten Geräteraum ab, der zwar ungemütlich war, aber kein Problem darstellte, weil sich die Jungs trotzdem bei den Einweihungen wohl fühlten. Auch hier war erstaunlich, wie Respektvoll sie sich mir gegenüber verhielten und wie dankbar sie die Einweihung annahmen.

“ Ich spüre die Energie an meinen Ohren.“

Achtsamkeit und vollkommen respektvoll miteinander!

Energie „abstreifen“ macht spaß!

Nach dem Seminar erhielten dann alle noch mal den besagten „Werte Zettel“. Bei einigen hatte sich in der Wertung tatsächlich etwas verändert. Zum Beispiel waren neue Werte dazu gekommen wie: „Anderen Menschen helfen“ und „Dankbarkeit“. Werte wie „Geld“ waren auf den untersten Plätzen gelandet oder sogar ganz verschwunden.

Auch ich war sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung mit den Jugendlichen machen durfte.
Mein Fazit: Jugendliche die gewalttätig werden, haben es meist in ihrem Leben so erlernt und sie haben nie liebevolle Vorbilder gehabt. Sie sind teilweise durch eigene Misshandlungen traumatisiert worden und geben das aus Angst entstandene Leid nun an andere weiter. Es entsteht ein Teufelskreis der Gewalt. Gruppenzwang und Eigendynamik tragen dann ihr zusätzliches dazu bei. Aus solch einem Teufelskreis kann sich ein jugendlicher Mensch nur schwer selbst wieder herausziehen.
Mit Reiki habe ich ein Werkzeug, mit dem ich die Herzen dieser jungen Menschen erreichen kann. Mit Reiki lernen sie sich selbst wert- zu- schätzen, „Selbstvertrauen“ aufzubauen und ihre „Mitte“ zu finden. Durch diese vorher noch nie gemachte Erfahrung lernen sie dann auch andere wert- zu- schätzen. Sie lernen über das Handauflegen, dass sie anderen Menschen etwas Gutes tun können. Nur wer sich selbst liebt, kann auch anderen Menschen Liebe geben.

Meiner Meinung nach hat Reiki in der Gewaltprävention eine große Zukunft. Eines Tages könnte es vielleicht völlig normal sein, dass Reiki im Strafvollzug angewendet wird. Ebenso aber auch in allen Bereichen, die sich mit Gewaltprävention befassen. Das Interesse auf Seiten der Leitung von Hahnöfersand war auf jeden Fall sehr viel versprechend. Es könnte also der erste Schritt in die richtige Richtung gewesen sein. Ich würde mich darüber freuen, wenn mein Beispiel Schule machen würde.

Spirit- Fighter Reiki Gruppe Hanöversand 2008 Links unten: Reiki Lehrer Marco Hennings. Mitte unten: Sozialarbeiter Dietmar Tamm-Berg

Danken möchte ich meinem Assistenten Dietmar Tamm-Berg und der Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand, die durch ihre Mithilfe das Projekt erst möglich gemacht haben.

Anmerkung: Alle Fotos wurden mit dem Einverständnis der Häftlinge veröffentlicht. Zum Schutz der Jugendlichen wurden ihre Gesichter unkenntlich gemacht.

Übrigens: Marco Hennings sucht immer neue Verbündete, die in der Gewaltprävention tätig sind und die offen sind für ungewöhnliche Wege und Möglichkeiten. Sollten auch Sie Interesse an seiner Arbeit haben, oder Sie wünschen sich, dass er mit seinen Team in Ihre Einrichtung kommt, dann setzen Sie sich gerne mit ihm in Verbindung: http://www.marcohennings.de

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Der unsichtbare Bruder

Einer der Gründe, warum ich immer wieder darauf Hinweise weshalb man bei Erkrankungen nicht nur auf die Symptome, sondern vor allem die Ursache für die Krankheit oder des Problems herausfinden sollte, beschreibt mein nächstes Fallbeispiel.

Bei einem meiner Reiki Seminare zum 1.Reiki Grad machte sich bei einer meiner Teilnehmerinnen ein Trauma bemerkbar. Die Aufgabe bestand darin die gerade erlernten Reiki Positionen mit anderen Teilnehmern im Sitzen zu üben. Alle Schüler, bis auf die eine, hatten dabei positive und entspannende Gefühle. Birte ( Name geändert ) hatte folgendes Problem: Sobald der Reiki- Gebende in die Nähe ihres Hals- Chakras kam, verspannte sich ihr Nacken. Außerdem hatte sie das Gefühl, als würde sie einen dicken Kloß im Hals haben der ihr die Luft abdrückt. Des weiteren bekam sie Angst und Panik Gefühle und sie konnte die Tränen kaum zurückhalten. Erst als der Reiki- Gebende Schüler beim Sakral- Chakra angekommen war, beruhigte sich Birte wieder etwas. Alles in allem keine besonders schöne Erfahrung für sie.

Meine Schüler fragten mich natürlich was hier schiefgelaufen war. „Nichts“, antworte ich. „Reiki erfüllt nur seine Aufgabe. Nämlich zu heilen.“

Erstaunte Gesichter schauten mich an. „Aber Marco, Birte geht es nicht besser,“ wandten meine Schüler ein. Birte schluchzte leise vor sich hin. „Das stimmt“, erwiderte ich, „die Reiki Energie hat durch ihre entspannende Wirkung ein altes Trauma geweckt. Es handelt sich hier also um alte Gefühle, die durch die Reiki- Arbeit verstärkt zu Tage traten. Meist liegen diese unmittelbar unter der Oberfläche und werden nur durch ein, sich wehrendes Bewusstsein, in Schach gehalten. Doch in dem, durch die Reiki- Behandlung ausgelösten meditativen Zustand, wird die Schranke geöffnet, und die Gefühle brechen heraus.“

Ich wandte mich an Birte. „Hast du diese Verspannungen auch so im Alltag?“
„Oh, ja sehr oft“, erwiderte sie. „Auch das mit dem Kloß im Hals. Ich bin Sängerin und oft bekomme ich diese Gefühle dann bei einem Auftritt, was äußerst hinderlich ist.“

„Wie lange hast du diese Gefühle schon?“ fragte ich weiter.
„Ich glaube schon immer. Jedenfalls kommt es mir so vor.“

„Wie war deine Geburt?“
Birte antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Die Geburt meiner Tochter verlief ohne Komplikationen. Obwohl ich etwas Angst hatte das ihr etwas passieren könnte.“
„ Nein, ich meinte eigentlich, wie deine Geburt war.“ sagte ich um dann hinzuzufügen: „Was meinst du damit, dass du Angst hattest, dass deiner Tochter bei der Geburt etwas passieren könnte?“

„Nun, eigentlich müsste ich einen anderthalb Jahre älteren Bruder haben. Er ist aber bei der Geburt verstorben. Es gab Komplikationen und die Nabelschnur hatte sich dabei um seinen Hals gelegt. Meine Mutter hatte große Angst, dass auch mir so was passieren könnte. Und als ich dann schwanger war, hatte ich auch Angst vor so was.“

Nun war mir alles klar. Ich fragte Birte, ob ich ihr helfen sollte sie von diesen Gefühlen zu befreien.
„Das wäre schön.“ antworte sie.

Ich setzte mich zu ihr und ließ mit Hilfe meiner speziellen Heilmethode, meine Heil-Energie in sie hinein fließen, um sie in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen. Nach einigen Minuten begann Birte wieder leicht zu weinen. Ich bat Birtes Unterbewusstsein ihr die eigentliche Ursache ihres Problems zu zeigen.

Nach einiger Zeit sah sie ein Bild wo sie zwei Babys mit einer Nabelschnur verbunden sah. Sie erkannte sich selbst und ihren verstorbenen Bruder in diesem Bild. Daraufhin bat ich sie, in die Geschichte ihres Bruders zu gehen. Augenblicklich ging sie unter Tränen in die Geburtsphase ihres Bruders und erlebte seinen Sterbeprozess am eigenen Leib. Sie spürte all die Angst und den Schmerz, den ihr Bruder erleben musste.
Danach fragte ich sie was sie jetzt sehen würde. Birte lächelte und sagte ihr Bruder strahlt und leuchtet förmlich. Ich bat sie ihm in die Arme zu nehmen und ihm all den Trost zu geben, den er damals nicht bekam. Birte ließ sich nicht zweimal dazu auffordern. Sie nahm ihn in ihre Arme und gab ihm all ihre Liebe. Dann sagte sie ihm, dass es jetzt vorbei ist und das er gehen könne. „Von jetzt an bist du frei“. Dann ließ sie ihn gehen.

Als ich Birte in diese Realität zurück holte, bat ich sie ihren Kopf und Nacken zu Bewegen. Sie tat dies ohne irgendwelche Beschwerden. Birte strahlte mich an: „Es ist weg, Marco!“

Wir versammelten uns alle um Birte und meine Schüler fragten mich, was denn nun genau passiert war.

Die Energie des Sterbeprozesses von Birtes Bruder hatte sich nach der missglückten Geburt weiterhin in der Gebärmutter aufgehalten. Als Birte dann den Platz in der Gebärmutter bekommen hatte, um ihren eigenen kleinen Körper zu erschaffen, verband sich diese alte Energie mit all dieser Angst und den Gefühlen, die ihr Bruder beim Sterbeprozess hatte mit Birtes Lebensenergie. Verstärkt wurde das Ganze dann auch noch durch die Angst besetzten Gedanken ihrer Mutter.

Es handelte sich also nicht um Birtes Gefühle, sondern um die ihres Bruders. Als Birte diesen Umstand in der Heilsitzung begriff, konnte sie diese Energien bewusst loslassen und sich selbst von dem Problem befreien. Die Nabelschnur, die beide Babys miteinander verband war nur eine Metapher von Birtes Unterbewussten. Es sollte nur auf die energetische Verbindung der beiden aufmerksam machen.

„Aha“, sagten meine Schüler,“ und was sollen wir tun, falls wir später selbst bei unseren Reiki- Klienten so ein Trauma wecken?“

„Nun, das wird natürlich nicht bei jeden Klienten passieren, aber falls ihr doch einmal in solch eine Situation kommen solltet, dann tut ihr folgendes…“

Falls du, lieber Leser, nun auch wissen möchtest wie du dich in solch einer Situation verhalten solltest, dann kann ich dir nur ans Herz legen eines meiner Seminare zu besuchen, um meine wunderbare Methode des geistigen Heilens selbst zu erlernen.

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Marco Hennings

Geistiges Heilen selbst erlernen? Kontakt @ Geistiges Heilen in Hamburg

Schock schwere Not


In meinem vorigen Artikel, „Wenn Reiki zur Qual wird“, habe ich von
Traumata gesprochen, die durch die Reiki- Einweihung reaktiviert werden können. Auf diese Thematik möchte ich genauer eingehen.
Wie kommt es zu so einem Trauma und warum kann es dann zu einen späteren Zeitpunkt plötzlich reaktiviert werden?

Viele Menschen, die zu mir in die Heilsitzungen kommen, haben oft, ohne es zu wissen, mit solch einem Trauma aus ihrer Kindheit zu tun.

Sie spüren zwar die Auswirkungen verschiedener Symptome wie z.B. einer Phobie, Angst, Depression oder mangelnden Selbstwertgefühles, können diese Gefühle aber nicht mehr mit der Ursache, dem traumatischen Ereignis aus ihrer Kindheit, in Verbindung bringen.

Das liegt daran, dass unser Unterbewusstsein solche seelischen Verletzungen unter ganz bestimmten Bedingungen, einfach ins Unbewusste verdrängen kann.

Unser Unterbewusstsein ist nicht nur für die automatischen Vorgänge in unserem Leben zuständig wie z.B. die Steuerung von Körperfunktionen wie Herzschlag oder der Atmung. Es kann noch viel mehr, denn es funktioniert wie ein Computer, der mit vielen Programmen ausgestattet ist und auf ganz bestimmte Eingaben unseres Bewusstseins reagiert. Eines dieser Programme hat zum Beispiel die Funktion uns zu beschützen. Das ist großartig, hat aber auch einen Hacken, denn es kann nicht wie unser Bewusstsein zwischen gut oder schlecht unterscheiden.
Daraus können unter bestimmten Vorrausetzungen viele Probleme entstehen.

Aus der Ethologie ( die Beobachtung von wilden Tieren in ihrer natürlichen Umgebung ) weiß man, dass Beutetiere selten traumatisiert werden obwohl sie häufig sogar mehrere Male am Tag heftigen Bedrohungen ausgesetzt sind. Tiere besitzen die angeborene Fähigkeit, sich schnell von einen Trauma zu regenerieren indem sie zittern, schnelle Augenbewegungen machen, am ganzen Körper beben, keuchend Atmen und Bewegungen vervollständigen. Das tun sie solange bis ihr Körper zu seinem Gleichgewicht zurückkehrt. Diesen Vorgang nennt man Homöostase. Auch wir Menschen teilen uns diesen Mechanismus mit den Tieren.

Stellen wir uns einmal vor, wie ein kleines Kind beim Spielen mit seinem Fahrrad stürzt. Es erschrickt sich und tut sich dabei weh. Sofort fängt es an zu weinen und seine Mutter eilt herbei. Die Mama nimmt unser Kleines liebevoll in ihre Arme und tröstet es mit beruhigenden Worten. Das Kind weint, zittert und atmet schnell. Nach einer Weile wird es nach und nach weniger, bis es sich wieder völlig beruhigt hat. Kurz darauf springt das Kleine wieder auf sein Fahrrad und spielt einfach weiter als wäre nichts gewesen.

Was wir hier gerade erlebt haben stellt den Idealfall dar und zeigt wie perfekt das Schutzprogramm unseres Unterbewusstseins funktioniert. Wenn wir stürzen oder uns Verletzen, stehen wir für einige Momente unter Schock. Um solch einen Schock zu bewältigen reagiert unser Unterbewusstsein mit einer tollen Gegenmaßnahme. Dem Weinen. Durch diese Reaktion schütteln wir uns den Schock förmlich wieder aus den Gliedern. Etwa so, wie ein Blitz der in ein Haus einschlägt, der aber von einem Blitzableiter in den Boden abgelenkt wird.

Nun, dann könnte man ja sagen, dass alles in bester Ordnung ist und dass niemand unter einem Trauma leiden muss, weil sich das Unterbewusste ja selbst zu helfen weiß!?

Aus folgenden Gründen ist es leider nicht immer so.

Erstens sind wir viel komplexer gestrickt als unsere Freunde aus dem Tierreich. Zweitens unterdrücken und hemmen wir oft den Prozess aus Scham, was Tiere nicht tun, weil sie solche Gefühle nicht kennen. Und drittens, weil uns in der Schocksituation Angst oder Schuldgefühle gemacht wurden.

Stellen wir uns jetzt noch einmal unser Kind mit dem Fahrrad vor. Es stürzt und fängt an zu Weinen. Seine Mutter kommt hinzu, erschrickt sich aber selbst über den Unfall und anstatt ihr Kind zu trösten, fängt sie sofort an es auszuschimpfen. „Ich habe dir doch gesagt das du vorsichtig fahren sollst. Das hast du jetzt davon. Du bist selbst Schuld! Pass nächstes mal besser auf sonst nehme ich dir das Fahrrad weg.“

Wir erinnern uns, dass wir bei einem Unfall für einen gewissen Zeitraum unter Schock stehen. Stehen wir unter Schock ist es so als stünden wir unter Hypnose. Unser Unterbewusstsein ist in diesem Zustand äußerst suggestibel und alles was gesagt wird, kann dann direkt ins Unterbewusste gehen. Je jünger wir sind, um so größer ist die Gefahr, dass wir ein Trauma von dieser Sache zurückbehalten. Die Widerstandskraft gegen Suggestionen ist bei kleinen Kindern noch nicht so gegeben wie zum Beispiel bei einem Erwachsenen.

Während im ersten Fallbeispiel unser weinendes Kind von seiner Mutter einen geschützten, liebevollen Rahmen bekommt um die Schockenergie auszuschütteln, passiert dieses im zweiten Beispiel nicht. Das Kind bekommt zu seinen Schreck noch Angst und Schuldgefühle hinzu. Der Schock kann nicht ausgeschüttelt werden und die Schockenergie wird direkt mit den Angst und Schuldgefühlen ins Unterbewusste verdrängt.

Als ich elf Jahre alt war, machte ich in den Sommerferien mit meinen Eltern in Dänemark an der Nordsee Urlaub. Ich spielte am Strand mit einen kleinen, vielleicht acht oder neunjährigen Mädchen. Irgendwann gingen wir ins Wasser um zu Baden. Plötzlich wurde das Mädchen abgetrieben, kam in tieferes Wasser und drohte zu ertrinken. Ich bemerkte es erst als sie um Hilfe rief und erschrak fürchterlich. Ich konnte nicht Schwimmen und durch den Schrecken ( Schock), stand ich handlungsunfähig und wie gelähmt da. Der Vater der kleinen hörte ihre Rufe, rannte ins Wasser und rettet sie. Als er sie zu ihrem Liegeplatz brachte, löste sich meine Körper-starre und auch ich bewegte mich zurück zum Liegeplatz meiner Eltern.

Unser Liegeplatz war oben in den Dünen und ich musste über den ganzen Strand gehen um dort anzukommen. Ich schämte mich schrecklich, weil ich glaubte Schuld an diesen Unfall zu haben. Ich hatte das Gefühl, dass mich alle Leute am Strand anstarrten und mir ebenfalls die Schuld dafür gaben. Vor Scham schaute ich die ganze Zeit auf dem Weg zu unseren Liegeplatz auf den Boden. Alarmiert durch die Rufe und der Aufregung am Strand war mein Vater aufgestanden um zu sehen was passiert war. Er war sehr wütend auf mich und schimpfte auf mich ein. „Warum hast du ihr denn nicht geholfen? Du hättest doch nur nach ihr greifen und sie ins flachere Wasser ziehen müssen! Was ist den los mit dir? Sie hätte ertrinken können!“ Seine Worte trafen mich hart zu meinem Schock. Ich setzte mich ohne etwas sagen zu können auf meinen Platz und kämpfte mit meinen Tränen.

An diesem Tag ging ich nicht mehr an den Strand hinunter und mein Vater und ich sprachen nie wieder darüber. Meine Schockenergie konnte nicht ausgeschüttelt werden und verschwand mit den Schuld und Angstgefühlen direkt in meinem Unterbewusstsein. Viele Jahre später, als ich längst nicht mehr daran dachte, wurde dieses Trauma wie ein Schläfer einer Terrorzelle erweckt und begann sein zerstörerisches Werk.

Als ich mit einundzwanzig mit meiner Clique an die Ostsee fuhr, überkamen mich am Strand plötzlich seltsame Gefühle. Eigentlich hatte ich mich gefreut mit meinen Freunden einen schönen Strandtag zu erleben. Aber als ich so auf meinem Strandhandtuch lag fühlte ich mich auf einmal sehr beschämt und ängstlich. Ich mochte weder von meinem Platz aufstehen um ins Wasser zu gehen noch um ein Eis zu essen. Außerdem fühlte ich mich von den anderen Badegästen irgendwie beobachtet.

Meine Freunde waren sehr verwundert über mein Verhalten und ich erklärte es ihnen damit, dass ich einfach keine Lust dazu hatte. Diese Gefühle wiederholten sich Regelmäßig wenn ich an einem Strand war. Ich konnte es mir nicht erklären und versuchte damit zu Leben. Erst als ich in den Dreißigern war und deswegen bei Malcolm Southwood, einem englischen Heiler war, konnte ich diese Geschichte, also die wirkliche Ursache für mein Problem aufdecken und das Trauma auflösen.

Kommen wir nun noch einmal zurück zu unserem zweiten Fallbeispiel. Stellen wir uns das Kind zwanzig Jahre später vor. Es ist nun ein Erwachsener und lebt sein Leben. Jedes mal wenn er Fahrrad fährt, überkommt ihn ein komisches Gefühl. Eine Mischung aus Angst und Unsicherheit. Wenn es geht, versucht er so wenig wie möglich mit dem Fahrrad zu fahren um diese Gefühle zu vermeiden.
Eigentlich findet er das schade, denn als Kind ist er doch immer so gerne Rad gefahren…

Wenn solch eine Schockenergie in unserem Unterbewussten „fest sitzt“, kann diese später mit all ihren anhängenden Gefühlen durch eine ähnliche Situation reaktiviert werden. Dann bekommen wir plötzlich, wie aus heiterem Himmel, Angst oder Panik für die wir keine rationale Erklärung haben.

Befinden wir uns in einer Situation, die zu einem früheren Zeitpunkt in unserem Leben ein Trauma verursacht hatte, wird uns das Unterbewusstsein mit Warnsignalen zur Vorsicht mahnen. Tritt die gleiche Situation noch einmal ein, wird es mit Symptomen wie Phobie oder Panik reagieren.
Die Ursache zur Reaktivierung war bei mir der Strand und das Wasser. Bei unserem Fallbeispiel war es das Fahrrad. Wir haben es also nicht mit einer realen Bedrohung zu tun, sondern mit den Gefühlen einer längst vergangenen Zeit, eines längst vergessenen Traumas. Ein plötzlicher Schock in der Kombination mit Angst und Schuldgefühlen war damals der Nährboden für das Trauma.

Viele Leute glauben, dass man ein Trauma erst bekommt, wenn man zum Beispiel Opfer einer schweren Gewalttat war. Peter A. Levine und Magie Kline, Autoren des Buches „Verwundete Kinderseelen Heilen“, sagen dort: „Trauma ist möglicherweise die am meisten angefochtene, ignorierte, verharmloste, verleugnete, missverstandene und nicht behandelte Ursache für menschliches Leiden.“

Wir sehen also, dass Traumatisierung nicht nur durch katastrophale Ereignisse wie Missbrauch oder Gewalt verursacht wird. Natürlich ist das Ausmaß der Belastung ein wichtiger Faktor, aber er definiert ein Trauma nicht. Auch kleine Vorfälle, deren Folgen verharmlost werden, können ein Auslöser sein. Kleine Verletzungen, Stürze oder Unfälle, Scheidungen, Trennungen, ein unvorhergesehenes Ereignis, usw.

Geht so ein Mensch nun zu einem Heiler, und lädt dieser das elektromagnetische Feld seines Klienten auf, kommt es in diesem unwillkürlich zur Freisetzung aufgestauter Gefühle. Meist liegen diese unmittelbar unter der Oberfläche und werden nur durch ein, sich wehrendes Bewusstsein, in Schach gehalten. Doch in dem, durch die Heilbehandlung ausgelösten meditativen Zustand, wird die Schranke geöffnet, und die Gefühle brechen heraus.

Bei einer Reiki- Einweihung wird ebenfalls unser elektrisches Feld aufgeladen. Eine zusätzliche Aufladung erfährt es auch noch durch die, mit Reiki aneinander übenden, Schüler.
Dadurch erfahren wir einen entspannten und meditativen Zustand. Genauso so wie in einer Heilbehandlung.

Also ist es kein Wunder, dass wir nach einer Einweihung in den ersten Reiki- Grad plötzlich mit Gefühlen konfrontiert werden können, die eigentlich von einem alten Trauma stammen . Ein erfahrener Lehrer weiß in einem solchen Fall genau was er zu tun hat damit sein Schüler diese Krise ohne weitere Probleme meistern kann.

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Marco Hennings

Wenn Reiki zur Qual wird

Immer wieder hört man davon, dass Menschen die ihren ersten Reiki- Grad absolviert haben und kurz darauf in eine seelische Krise geraten sind.

Wenn man das Internet durchsucht, finden man einige, meist religiöse, Anti- Reiki Seiten, auf denen sich diese Reiki- Traumatisierten zusammenfinden

Dort berichten sie ausführlich über ihre negativen Erfahrungen mit der Reiki- Kraft und darüber, wie schlecht es ihnen seit der Einweihung er gegangen ist. Erst als sie sich dem religiösen Glauben zuwendeten und dem „teuflischen“ Reiki entsagten, kamen sie wieder zur Ruhe.

Für einige religiöse Vertreter, die aus Unwissenheit über Reiki behaupten, dass es sich dabei um eine Art schwarze Hexenkunst handelt, ein gefundenes Fressen. Mit erhobenen moralischen Zeigefinger, werden die einst verlorenen Schafe darüber aufklärt, dass einzig und allein „Gottlosigkeit“ zu ihrem Dilemma geführt hatte.

Siehe zum Beispiel:
http://www.achtung-lichtarbeit.de

Völliger Nonsens, denn solche Probleme sind rein irdischer Natur und entspringen nicht dem wirken von Dämonen oder gar des Teufels.

Mir geht es hier nicht darum, die Kirche an den Pranger zu stellen. Denn Reiki und Religion passen sehr wohl zusammen, und könnten durchaus voneinander profitieren. Zuerst einmal müssten aber die vielen Vorurteile, Halbwahrheiten und Ängste überwunden werden, die über Reiki in religiösen Kreisen anscheinend grassieren. Ein ganz großer Irrglaube zum Beispiel ist, dass Reiki die Menschen von Gott entfernt. Mir sind viele Fälle bekannt in denen Menschen durch Reiki sogar wieder zurück zu ihrem Glauben gefunden haben.

Als ich z.B. in einem Jugendgefängnis Reiki zur Gewaltprävention unterrichtet habe, berichtete mir einer der jugendlichen mit türkischer Abstammung und moslemischen Glaubens, dass er nach dem Reiki- Seminar zwar nicht mehr das Bedürfnis verspürte mit Reiki arbeiten zu wollen, aber stattdessen würde er wieder täglich beten und dadurch viel Kraft schöpfen.

Ich könnte noch viele Beispiele ähnlicher Natur anführen. Fakt ist, dass viele Menschen, die Reiki für sich entdeckt haben, auch oft einen tieferen Zugang zu ihrem persönlichen Glauben oder ihrer Spiritualität entwickeln.

Was sind dann aber die Ursachen für solche seelischen Krisen nach einer Einstimmung in die Reiki Energie?

Nun, das ist nichts ungewöhnliches. Bei der energetischen Anhebung der Chakren- Schwingungen durch eine Reiki- Einstimmung, können alte Wunden verdrängter Traumata an die Oberfläche des Bewusstseins kommen. Das ist soweit noch kein Problem, wenn dies in einem sicheren und geschützten Rahmen, unter der Aufsicht eines erfahrenen Reiki- Lehrers geschieht. Reiki setzt bewusst wie unbewusst viel in Bewegung. Diese „Bewegung“, dient allein der Heilung und Entwicklung des Menschen und ist somit eine natürliche und wundervolle Sache.

Problematisch kann es erst werden, wenn man nach einer Reiki- Einweihung mit einer seelischen Krise konfrontiert wird, und keinen erfahrenen Lehrer oder eine andere geschulte Person, an seiner Seite hat.

Vor ein paar Tagen wurde mir folgende Geschichte zugetragen: Eine junge Frau machte ihren Reiki- Meister Grad bei einer Dame die wissentlich ihre gesamte Reiki- Ausbildung über das Internet, per Ferneinweihungen, erhalten hatte. Die junge Frau hatten noch keinen einzigen Reiki Grad und dieser Reiki- Anwärterin wurde von der „Internet Meisterin“ geraten, alle drei Grade hintereinander zu machen.

Was bedeutet: 1.,2. und 3. Reiki- Grad an ein und demselben Tag. Kurze Zeit später stürzte die frisch gebackene Meisterin in ein tiefes seelisches Loch. Sie bat ihre Reiki- Lehrerin um Hilfe. Daraufhin bekam sie eine interessante Antwort: „Das ist dein Problem. Du bist jetzt eine Reiki- Meisterin…“

Jedem verantwortungsbewussten Reiki- Lehrer sträuben sich bei dieser Geschichte die Haare. Solch eine Vorgehensweise ist absolut fahrlässig. Die einzelnen Reiki- Grade werden über einen längeren Zeitraum vergeben. Das menschliche Chakrensystem muss Schritt für Schritt an die neue Energie angepasst werden. Es hat also schon seinen Sinn, warum die Reiki- Ausbildung in verschiedene Grade aufgeteilt wurde.

Ausserdem würde ein verantwortungsbewusster Lehrer seine Reiki- Schüler über die Möglichkeit einer eventuellen, emotionalen Überforderung aufklären. Damit ist gemeint, dass Gefühle auftreten können, die den Reiki- Neuling in seiner Heftigkeit überraschen können. Auch noch lange nach der Einweihung. Falls es zu Problemen kommen sollte, steht er seinen Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Sollte der Lehrer selbst nicht helfen können, weil ihm die Situation zum Beispiel überfordert oder ihm die nötige Ausbildung dazu fehlt, sollte er ein Netzwerk von Psychologen, Heilpraktikern, Seelsorgern oder Schulmedizinern geschaffen haben, an die er seine Schüler in einem Notfall vermitteln kann.

Nun das klingt jetzt grade so, als würde jeder neue Reiki- Anwärter direkt nach der Einweihung in eine seelische Krise stürzen. Das ist natürlich nicht der Fall. So etwas geschieht in der Regel nur bei Leuten mit einer gewissen Vorbelastung. Bei der richtigen Betreuung durch den Reiki- Lehrer ist solch eine Krise dann aber auch kein Problem. Sie kann dann schnell erkannt, gemeistert und überwunden werden. Reiki zu erlernen ist und bleibt dann eine sichere Sache und eine wundervolle Erfahrung, die ich jedem ans Herz legen kann.

Erst wenn Reiki- Lehrer aus Unwissenheit über diese Thematik, nicht über mögliche Risiken aufklären und ihren Schülern keinen support nach dem Seminar anbieten, kommen wir in den Schlamassel, dass die Reiki- Einweihung, als Auslöser für die seelische Krise als etwas „böses“ und negatives betrachtet wird.

Es liegt also an uns Lehrern, dass wir uns dieser Verantwortung bewusst werden und darüber Aufklärung betreiben, um unseren Schülern schlechte Erfahrungen zu ersparen und um Missverständnisse und falsche Interpretationen solcher persönlichen Krisen in Zukunft zu vermeiden.

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Marco Hennings

Reiki lernen? Reiki Ausbildung in Hamburg