Der unsichtbare Bruder

Einer der Gründe, warum ich immer wieder darauf Hinweise weshalb man bei Erkrankungen nicht nur auf die Symptome, sondern vor allem die Ursache für die Krankheit oder des Problems herausfinden sollte, beschreibt mein nächstes Fallbeispiel.

Bei einem meiner Reiki Seminare zum 1.Reiki Grad machte sich bei einer meiner Teilnehmerinnen ein Trauma bemerkbar. Die Aufgabe bestand darin die gerade erlernten Reiki Positionen mit anderen Teilnehmern im Sitzen zu üben. Alle Schüler, bis auf die eine, hatten dabei positive und entspannende Gefühle. Birte ( Name geändert ) hatte folgendes Problem: Sobald der Reiki- Gebende in die Nähe ihres Hals- Chakras kam, verspannte sich ihr Nacken. Außerdem hatte sie das Gefühl, als würde sie einen dicken Kloß im Hals haben der ihr die Luft abdrückt. Des weiteren bekam sie Angst und Panik Gefühle und sie konnte die Tränen kaum zurückhalten. Erst als der Reiki- Gebende Schüler beim Sakral- Chakra angekommen war, beruhigte sich Birte wieder etwas. Alles in allem keine besonders schöne Erfahrung für sie.

Meine Schüler fragten mich natürlich was hier schiefgelaufen war. „Nichts“, antworte ich. „Reiki erfüllt nur seine Aufgabe. Nämlich zu heilen.“

Erstaunte Gesichter schauten mich an. „Aber Marco, Birte geht es nicht besser,“ wandten meine Schüler ein. Birte schluchzte leise vor sich hin. „Das stimmt“, erwiderte ich, „die Reiki Energie hat durch ihre entspannende Wirkung ein altes Trauma geweckt. Es handelt sich hier also um alte Gefühle, die durch die Reiki- Arbeit verstärkt zu Tage traten. Meist liegen diese unmittelbar unter der Oberfläche und werden nur durch ein, sich wehrendes Bewusstsein, in Schach gehalten. Doch in dem, durch die Reiki- Behandlung ausgelösten meditativen Zustand, wird die Schranke geöffnet, und die Gefühle brechen heraus.“

Ich wandte mich an Birte. „Hast du diese Verspannungen auch so im Alltag?“
„Oh, ja sehr oft“, erwiderte sie. „Auch das mit dem Kloß im Hals. Ich bin Sängerin und oft bekomme ich diese Gefühle dann bei einem Auftritt, was äußerst hinderlich ist.“

„Wie lange hast du diese Gefühle schon?“ fragte ich weiter.
„Ich glaube schon immer. Jedenfalls kommt es mir so vor.“

„Wie war deine Geburt?“
Birte antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Die Geburt meiner Tochter verlief ohne Komplikationen. Obwohl ich etwas Angst hatte das ihr etwas passieren könnte.“
„ Nein, ich meinte eigentlich, wie deine Geburt war.“ sagte ich um dann hinzuzufügen: „Was meinst du damit, dass du Angst hattest, dass deiner Tochter bei der Geburt etwas passieren könnte?“

„Nun, eigentlich müsste ich einen anderthalb Jahre älteren Bruder haben. Er ist aber bei der Geburt verstorben. Es gab Komplikationen und die Nabelschnur hatte sich dabei um seinen Hals gelegt. Meine Mutter hatte große Angst, dass auch mir so was passieren könnte. Und als ich dann schwanger war, hatte ich auch Angst vor so was.“

Nun war mir alles klar. Ich fragte Birte, ob ich ihr helfen sollte sie von diesen Gefühlen zu befreien.
„Das wäre schön.“ antworte sie.

Ich setzte mich zu ihr und ließ mit Hilfe meiner speziellen Heilmethode, meine Heil-Energie in sie hinein fließen, um sie in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen. Nach einigen Minuten begann Birte wieder leicht zu weinen. Ich bat Birtes Unterbewusstsein ihr die eigentliche Ursache ihres Problems zu zeigen.

Nach einiger Zeit sah sie ein Bild wo sie zwei Babys mit einer Nabelschnur verbunden sah. Sie erkannte sich selbst und ihren verstorbenen Bruder in diesem Bild. Daraufhin bat ich sie, in die Geschichte ihres Bruders zu gehen. Augenblicklich ging sie unter Tränen in die Geburtsphase ihres Bruders und erlebte seinen Sterbeprozess am eigenen Leib. Sie spürte all die Angst und den Schmerz, den ihr Bruder erleben musste.
Danach fragte ich sie was sie jetzt sehen würde. Birte lächelte und sagte ihr Bruder strahlt und leuchtet förmlich. Ich bat sie ihm in die Arme zu nehmen und ihm all den Trost zu geben, den er damals nicht bekam. Birte ließ sich nicht zweimal dazu auffordern. Sie nahm ihn in ihre Arme und gab ihm all ihre Liebe. Dann sagte sie ihm, dass es jetzt vorbei ist und das er gehen könne. „Von jetzt an bist du frei“. Dann ließ sie ihn gehen.

Als ich Birte in diese Realität zurück holte, bat ich sie ihren Kopf und Nacken zu Bewegen. Sie tat dies ohne irgendwelche Beschwerden. Birte strahlte mich an: „Es ist weg, Marco!“

Wir versammelten uns alle um Birte und meine Schüler fragten mich, was denn nun genau passiert war.

Die Energie des Sterbeprozesses von Birtes Bruder hatte sich nach der missglückten Geburt weiterhin in der Gebärmutter aufgehalten. Als Birte dann den Platz in der Gebärmutter bekommen hatte, um ihren eigenen kleinen Körper zu erschaffen, verband sich diese alte Energie mit all dieser Angst und den Gefühlen, die ihr Bruder beim Sterbeprozess hatte mit Birtes Lebensenergie. Verstärkt wurde das Ganze dann auch noch durch die Angst besetzten Gedanken ihrer Mutter.

Es handelte sich also nicht um Birtes Gefühle, sondern um die ihres Bruders. Als Birte diesen Umstand in der Heilsitzung begriff, konnte sie diese Energien bewusst loslassen und sich selbst von dem Problem befreien. Die Nabelschnur, die beide Babys miteinander verband war nur eine Metapher von Birtes Unterbewussten. Es sollte nur auf die energetische Verbindung der beiden aufmerksam machen.

„Aha“, sagten meine Schüler,“ und was sollen wir tun, falls wir später selbst bei unseren Reiki- Klienten so ein Trauma wecken?“

„Nun, das wird natürlich nicht bei jeden Klienten passieren, aber falls ihr doch einmal in solch eine Situation kommen solltet, dann tut ihr folgendes…“

Falls du, lieber Leser, nun auch wissen möchtest wie du dich in solch einer Situation verhalten solltest, dann kann ich dir nur ans Herz legen eines meiner Seminare zu besuchen, um meine wunderbare Methode des geistigen Heilens selbst zu erlernen.

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Marco Hennings

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Das Frühchen

Eine Reiki- Schülerin bat mich um eine Heilsitzung. Sie hatte den zweiten Reiki- Grad bei mir absolviert und kannte dadurch auch meine Arbeit als Heiler. Nennen wir sie Vicky. Sie ist 25 Jahre alt und eine sehr freundliche und liebevolle Persönlichkeit.

Vicky berichtete mir, dass sie seit einiger Zeit bemerkte, dass sie in bestimmten Situationen, plötzlich und wie aus dem nichts, sehr eifersüchtig auf andere Personen war. Meist handelte es sich dabei um Personen aus ihrem Familien Kreis. Sie erzählte mir von einer Situation beim letzten Weihnachtsfest, wo dieses Phänomen sehr heftig zu tage getreten war. Sie feierte mit ihrem Freund und dessen Schwester. Als sie sich gegenseitig die Geschenke überreichten, überkamen Vicky plötzlich Gefühle von Neid und Eifersucht auf die Schwester ihres Freundes. Sie machte ihrem Freund eine Szene und wurde wütend auf ihn und seine Schwester. Obwohl sie beide sehr lieb hatte und sie auch ein tolles Geschenk von ihrem Freund bekam, konnte sie nichts gegen diese Gefühle tun. Danach tat es ihr sehr leid. Sie konnte nicht verstehen, warum sie sich gerade so verhalten hatte. Eigentlich passte das überhaupt nicht zu ihr.

Ich konnte das nur bestätigen. Ich befragte sie also zu ihrer Familiensituation und ihrer Kindheit. Nichts wies auf eine Traumatisierung hin, die für dieses Verhalten eine Rolle spielen könnte. Wir begannen also mit der Heilsitzung, in der ich Vicky durch Heilenergie, auf eine andere Bewusstseinsebene führte, um die Ursache für ihre Problematik zu finden. Nach einiger Zeit stellten sich die ersten Bilder bei ihr ein. Sie berichtete von Erinnerungen, in denen sie Angst hatte, das ihre Eltern nicht wieder kämen, als sie nur zum Einkaufen gingen. Sie bekam dann regelmäßig Panik- Gefühle. Auch hatte sie Angst, dass ihre ältere Schwester plötzlich nicht zurück kommen könnte. Wir blieben weiter auf dieser Spur und ich befragte ihr Unterbewusstsein, was die Ursache für diese Gefühle war.

Nun änderten sich die Bilder und Vicky sah sich in einen durchsichtigen Kasten liegen. Ihr wurde klar, dass sie ein Frühchen war. Sie war also vor ihrer Zeit auf die Welt gekommen und musste zunächst in einem Brutkasten verweilen. Diese wichtige Tatsache hatte Vicky in unserem Vorgespräch nicht erwähnt, da sie es in dem Moment nicht für wichtig erachtete. Ich fragte sie also, was sie in dem Brutkasten erlebte. Sie berichtete, dass ihre Eltern bei ihr waren. Sie waren eine Weile bei ihr und dann mussten sie gehen. Für die kleine Vicky war das sehr schlimm und sie fürchtete, dass sie nicht wieder kommen könnten. Sie wollte so gerne mitgenommen werden und nicht allein in diesem Kasten bleiben. Um so mehr freute sie sich, wenn ihre Eltern dann wiederkamen, um sie zu besuchen. Auch ihre Schwester kam sie diesmal besuchen und sie liebte sie von anhieb. Es freute Vicky ihrer Schwester beim spielen zu zusehen und sie genoss es, wenn sie die volle Aufmerksamkeit von allen Familienangehörigen bekam.

Eines Tages war auch ihre Großmutter mit dabei. Ihre Oma spielte mit ihrer Schwester, umarmte sie und beide waren sehr lieb miteinander. Vicky wollte auch mitspielen oder so eine Umarmung. Die beiden bemerkten ihren Wunsch aber nicht. Wie sollten sie auch? Vicky war noch so klein, das sie sich nicht bemerkbar machen konnte. Die Familie konnte ja nicht wissen, dass die Kleine trotzdem alles mitbekam, was um sie herum geschah und sich nach Aufmerksamkeit sehnte. Als ich Vicky fragte, wie sie sich dabei fühlte, antworte sie: „Ich glaube ich bin eifersüchtig. Ich will auch so ein Spielzeug, was meine Schwester da hat. Ich will auch von meiner Oma umarmt werden. Es macht mich wütend und es ist frustrierend, dass es keiner bemerkt.“ Wir hatten also die Ursache gefunden. Vicky berichte weiter, dass sie dann eines Tages mit ihrer Familie nach Hause durfte. Ein wunderbarer Tag für sie. Nach einiger Zeit verblasste die Erinnerung an den Brutkasten und sie wuchs ganz normal auf. Doch immer wieder kamen diese Gefühle von Angst in ihr hoch, dass sie verlassen werden könnte, ohne dass sie die wirkliche Ursache dafür erkannte.

Nachdem die Ursache nun ans Licht gekommen war und vollkommen in ihr logisches Bewusstsein aufgestiegen war, lies ich sie die kleine Vicky in ihre Arme nehmen und die Erwachsene Vicky machte ihren Frieden mit der damaligen Situation. Zum Ende der Sitzung nahm sie die kleine Vicky aus dem Brutkasten und integrierte sie in ihr jetziges Leben.

Ist es nicht erstaunlich, dass wir bereits im frühsten Stadium unseres Menschendaseins bereits soviel mitbekommen!? Tatsächlich ist es aber so. Auch wenn wir uns nicht an diese Zeit erinnern können. Alles wird in unserem Unterbewussten abgespeichert. Manche meiner Klienten erinnern sich in den Heizsitzungen sogar an Traumatisierungen, die sie im Mutterbauch erlebten.

Einige Zeit später fragte ich Vicky wie es ihr ergangen ist. Sie berichtete mir: „Kurz vor Ostern war ich ein paar Tage mit meinem Freund bei seiner Schwester und ich muss sagen, dass war so entspannt wie nie zuvor. Hätte ich nicht gedacht. Ich war auch schon ein bisschen Stolz darauf…“

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