Die Wissenschaft des Wohlbefindens 🌻 Hörbuch Wallace Wattles

Dieser Band ist der zweite einer Reihe, deren erster „Die Wissenschaft des Reich-Werdens“ ist. Während das erste Buch lediglich für diejenigen gedacht ist, die Geld wollen, so ist dies für jene, die Gesundheit suchen, einen praktischen Führer und ein Handbuch brauchen und keine philosophische Abhandlung wollen.

Gelesen von Marco Hennings

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Die Wahrheit ist irgendwo da draußen…

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen…
Zitat: Fox Molder, Akte X

Es gibt Menschen die sehr Stolz sind auf ihren hervorragenden Realitätssinn und in deren Welt es keinen Platz gibt für solche Fisimatenten wie Spiritualität oder Energien. Der Standard Satz dieser Skeptiker lautet oft: „Ich glaube nur an das was ich wirklich sehe.“
Das allein wäre ja nicht weiter schlimm wenn diese Realisten auch Menschen mit einer anderen Meinung respektieren würden und ihnen die Luft zum Atmen ließen. Stattdessen machen sie sich aber über diese lustig und stempeln sie als Phantasten oder sogar als Verrückte ab.

Mir ist aufgefallen, dass solche Leute oft überhaupt keine Ahnung über die Materie haben die sie da kritisieren. Das finde ich dabei am aller erstaunlichsten! Wie kann man etwas Kritisieren was man überhaupt nicht kennt? Wie kann man sich so überhaupt ein Urteil über etwas bilden? Auf welche Fakten, wenn man es selbst nicht ausprobiert, es selbst nicht erfahren hat? Wenn ich zum Beispiel, noch nie Kaffee getrunken habe, wie könnte ich mir dann eine Meinung über den Geschmack von Kaffee bilden? Natürlich könnte ich das nicht! Ich muss die Erfahrung, den Kaffee nämlich zu trinken und zu probieren, erst mal selbst machen. Bei solchen trivialen Dingen ist uns das auch sofort klar und selbstverständlich.

Geht es aber um solche Dinge, wie zum Beispiel dem „Heilen durch Handauflegen“, meinen manche Kritiker, sie könnten sich ein Urteil darüber bilden ohne irgendeine Erfahrung damit gemacht zu haben. Und solchen Menschen schenken wir dann auch noch unsere Aufmerksamkeit und glauben dann was diese behaupten. Bilden wir uns doch lieber unsere eigene Meinung bevor wir Anfangen Meinungen von solchen Leuten einfach zu übernehmen und als gegeben hinzunehmen, nur weil diese am lautesten krakeelen.

Das ist vielleicht deren Wahrheit aber ich persönlich habe den Anspruch, mir eine Meinung durch meine eigenen, selbst gemachte Erfahrungen zu bilden.

Thomas Edison der berühmte US-amerikanischer Erfinder und Unternehmer, der unter anderem die Glühbirne erfand, sah sich oft Kritikern ausgesetzt. Als er zum Beispiel versuchte ein Gerät zu entwickeln, dass die menschliche Stimme Aufnehmen und Wiedergeben sollte, versuchten negativ eingestellte Leute ihm einzureden, dass dies nicht möglich wäre. „Schließlich“, so ihr schlagendes Argument, „hat das noch niemand geschafft!“ Edison ließ sich aber nicht beirren und am 18. Juli 1877 erfand er den Phonographen und hörte als erster Mensch eine Aufnahme seiner eigenen Stimme – die erste Aufnahme war Mary had a little lamb. Am 19. Februar 1878 erhielt er für den Phonographen das Patent. Wow! Was wäre wohl passiert wenn Edison auf diese Skeptiker und Schwarzseher gehört hätte? Vermutlich würden wir dann heute Abends bei Kerzenschein hocken!

Ich schäme mich heute dafür, dass auch ich einmal so eine große Engstirnigkeit und Arroganz besaß und andere auf diese Weise herabgesetzt habe. Jeder bekennende Realisten ist meiner Meinung nach ein Sklave seiner eigenen Dogmen. Ich erlaube mir dies so sagen, denn ich war ja selbst einmal einer von ihnen.

Ich gehörte ehrlich gesagt nie zu den Menschen die sich viel aus Spiritualität oder Esoterik machten. Im Gegenteil, ich war immer ein stolzer Verfechter der Logik. Um so bemerkenswerter ist es, dass ich heute als geistiger Heiler arbeite. Hätte mir jemand vor zwanzig Jahren erzählt, dass ich eines Tages als so etwas wie ein „Geistheiler“ arbeiten würde, dann hätte ich ihn vermutlich sofort für verrückt erklärt und möglichst schnell das Weite gesucht.

Mein Vater hatte immer einen bestimmten Satz auf Lager, wenn es um übersinnliche Dinge ging: „Es gibt nichts übersinnliches. Alle diese Dinge sind heutzutage entweder wissenschaftlich erklärbar oder der Fantasie irgendwelcher Spinner und Phantasten entsprungen!“

Seine Worte trug auch ich lange Zeit als meinen eigenen Leitsatz, wie ein stolzer Pfau vor mir her. Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, dann hätte ich diesen Unsinn mit Sicherheit nicht eine Sekunde mit mir herum geschleppt.
Auch wenn der Weg zur Veränderung und zur Freiheit, hart und beschwerlich war, diese Glaubenssätze durch eine neue, freie und durchweg positive Lebenseinstellung zu ersetzen, würde ich diesen Weg immer wieder wählen, wenn ich sehe, was ich erreicht habe und was aus mir geworden ist.

Aber nehmen wir doch mal die Realität, die, wenn es nach den Realisten ginge, für alle gleich „genormt“ sein soll, etwas genauer unter die Lupe:

Unser Bewusstsein, wie wir es kennen, ist großartig und hochgradig spezialisiert. Unsere physischen Sinnesorgane vermitteln uns für unsere Zwecke die Wahrnehmung der dreidimensionalen Welt, aber sie können aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit auch die Wahrnehmung anderer, ebenso gültiger Dimensionen verhindern oder ausblenden.

Beginnen wir mit unseren physischen Sinnesorganen mit denen wir unsere Umwelt erfassen:

Wir können mit unseren Augen nur 8% des vorhandenen Lichtspektrums sehen. Das bedeutet, dass wir 92% der Wirklichkeit, mit unseren Augen nicht vollständig Wahrnehmen können. Mit unseren anderen Sinnesorganen sieht es auch nicht besser aus. Nehmen wir nur einmal die Sinne eines Hundes im Vergleich zu den unseren. Das Ohr des Hundes ist hoch entwickelt und kann viel höhere Frequenzen wahrnehmen als das Ohr des Menschen. Dazu bewirken die beweglichen Ohrmuscheln des Hundes Geräuschquellen besser dreidimensional orten zu können als ein Mensch.

Auch die Nase des Hundes ist wesentlich empfindlicher als die unsere. So hat der Mensch nur fünf Millionen Riechzellen, ein Dackel 125 Millionen und der Schäferhund bis zu 220 Millionen!

Bereits hier stellt sich mir die berechtigte Frage: Welche Realität hat jetzt mehr Gültigkeit? Die, die der Mensch wahrnimmt oder vielleicht doch eher die des Hundes?

Oder nehmen wir die Wahrnehmung einer Biene. Meinst du, dass eine Biene eine Blume so wahrnimmt wie wir das tun? Mit Sicherheit nicht. Die Biene nimmt Aspekte der Blume war, die wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausmalen könnten.

Es gibt aber noch eine andere Seite die wir ebenso beachten sollten. Das wenige was wir wahrnehmen, ergänzen wir zu einem eigenen Bild und sind dann felsenfest davon überzeugt, das sei die Wirklichkeit. Aber nach welchen Kriterien formen wir dieses Bild? Natürlich auch nach den Daten die wir im Laufe unseres Lebens angesammelt haben. Daten, die durch individuelle Erfahrungen, Gefühlsfärbungen und Glaubenssätze beeinflusst wurden.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass wir unbewusst pro Sekunde etwa 11.000 Eindrücke auf nehmen und im Gehirn speichern, ohne das wir überhaupt etwas bewusst davon mitbekommen. Dabei handelt es sich um Geräusche, Bilder, Gedanken, Gefühle, Gespräche, Musik, Lärm, und, und, und.
Bewusst nehmen wir pro Sekunde nur 9 Eindrücke wahr. Also nur ein Tausendstel der auf uns einströmende Eindrücke.

Anhand dieser Fakten erkennen wir, dass es uns völlig unmöglich ist die komplette Realität vollständig zu verarbeiten, geschweige denn zu erfassen. Wir sind einfach nicht in der Lage die Welt in ihrer ganzen Fülle wahrzunehmen.

Ein Mensch der nun ein bekennender Realist ist und sich bei dieser Aussage allein auf seine physischen Sinne bezieht, stellt sich im gleichen Moment ein geistiges Armutszeugnis aus. Er gibt damit ganz offenkundig zu, dass er sich nur auf die Daten seiner eigenen, eingeschränkten Wahrnehmung bezieht.

Ich bin der Meinung, dass wir sehr vorsichtig damit sein sollten, andere zu Kritisieren, nur weil diese eine andere Erfahrung in ihrer Wahrnehmung von gewissen Dingen gemacht haben, als wir. Bedenken wir die oben genannten Fakten, macht es einfach keinen Sinn, nur eine einzige, für alle Menschen gleich- gültige, so was wie eine „genormte“ Realität, zu tolerieren. Das wäre einfach nur dumm und vermessen.

Die Wahrheit, der gesamten existierenden Realität, ist in Wirklichkeit irgendwo da draußen und sie liegt nur im Auge des jeweiligen Betrachters.

Diese Erkenntnis sollte wir immer im Auge behalten, bevor wir andere Verurteilen und für etwas Kritisieren nur weil wir es im ersten Moment nicht verstehen können.

Jedes Ding hat drei Seiten:
Eine, die du siehst,
eine,die ich sehe
und eine, die wir beide nicht sehen.

Es gibt also drei Wahrheiten:
Meine Wahrheit,
deine Wahrheit,
und die Wahrheit.

Asiatische Weisheit

Marco Hennings